Jesus als Metamorph und Abendmahl mit Pontius Pilatus


Jesus vor Pontius Pilatus, Holzschnitt von 1538–40 von Hans Holbein. | Copyright: Public Domain
Jesus vor Pontius Pilatus, Holzschnitt von 1538–40 von Hans Holbein. | Copyright: Public Domain

1.200 Jahre alte, neuentzifferte frühkoptische Apokryphe beschreibt Jesus als Formwandler und gemeinsames letztes Abendmahl mit Pontius Pilatus statt mit Aposteln

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Ein neuentziffertes, 1.200 Jahre altes apokrypisches Manuskript zeichnet ein gänzlich ungewöhnliches Bild der Geschichte der Passion Christi. Nicht nur, dass Jesus die Fähigkeit zur Formwandlung gehabt haben soll, er habe mit Pontius Pilatus – und nicht mit seinen Aposteln das letzte Abendmahl gegessen, wobei dieser zudem seinen eigenen Sohn im Tausch gegen Jesu opfern wollte.
Das besagte Manuskript in koptischer Schrift und Sprache wird aktuell in dem Buch „Pseudo-Cyril of Jerusalem on the Life and the Passion of Christ“ (der Pseudo-Kyrill von Jerusalem und das Leben und die Passion Christi) von Roelof van den Broek von der Universiteit Utrecht präsentiert. Der Historiker hatte den Text in zwei Manuskripten entdeckt, die heute in der Morgan Library and Museum in New York City und am Museum of the University of Pennsylvania aufbewahrt werden.

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2 Comments

  1. Schon erstaunlich, wie die alle die 4-Tagesreise von Jerusalem nach Cesarea in wenigen Minuten schaffen.

    Pontius Pilatus regiert als römischer Prokurator 26 – 36 n.C. in Ceasarea im von Herodes etwa 20 v.C. erbauten Palast, dessen Fundamente heute noch zu sehen sind. Seine Macht gründet Piltatus auf 2 römische Legionen, die in Caesarea dauerhaft stationiert sind. Caesarea hat etwa 6000 – 8000 Einwohner, Jerusalem max. 1000 auf nur 6 Hektar. In Jerusalem gab es keine römische Regierung oder Soldaten, nicht einmal der hebräische König residierte dort.

    Der Nachfolger von Herodes als “Hilfskönig” in römisch Judäa war Archelaus, der wurde vom Kaiser in Rom bereits 6 n.C. wegen totaler Unfähigkeit nach Vienne südlich Lyon verbannt und stirb dort 18 n.C. Erst gegen 17 n.C. wird dessen Nachfolger als König ernannt, der in Rom erzogene Playboy Agrippa I aus der großen Herodes-Sippe mit einem Riesenhaufen Schulden, lange Zeit flieht er vor seinen Gläubigern durchs römische Reich

    Der hebräische König der Zeit war folglich Agrippa I von 17 – 44 n.C., er regiert in Caesarea und stirbt dort im Theater (4000 Plätze) an Leibschmerzen (Blinddarm). Die biblische Fiesling König Herodes stirbt lange vorher in Caesarea an den Folgen von Inzuchtdegeneration im Verfolgungswahn im April 4 v.C., Tage vorher läßt er 3 seiner Söhne hinrichten. Herodes hat weder Pilatus noch den erfundenen Jesus je gesehen. Der tolle Herodestempel in Jerusalem wurde auch nicht von ihm gebaut. Im Fundament des Tempels finden Archäologen eine Münzen mit dem Bild von Agrippa I

    Auch wird der reale Jesus mitsamt Jüngern 30 Jahre später gesteinigt
    Prokurator Lucceius Albinus erwähnt um 63 n.C. einen Jesus als Christ (Antiquities 20). Mit seinen gesetzlosen Kumpanen wird er gefangen und nach einem Streit von König Agrippa II mit Hohepriester Ananus gesteinigt.

    So viel zum Wahrheitsgehalt der Phantasien und Mythen von Religioten

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  2. Ganz generell kann man sagen, es ist bislang über nichts anderes mehr Mist geschrieben worden, als über die jüdisch-christliche Religionsgeschichte. Die (Alt)Kopten wollen sogar wissen, dass der Jesus, gemeinsam mit dem römischen Statthalter, sein letztes Nachtessen eingenommen hat. Toll, da müssen die heutigen Christus-Fans aber fairerweise, ganz hurtig das Neue Testament upgraden. Öfter mal was Neues für das „ewige“ Buch der Bücher ! 🙂

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