Kritische Anmerkungen eines katholischen Atheisten


franz_1Die Geschichte zeigt es deutlich: Gott – das ist immer nur der unerklärbare Rest. Daran wird kein Papst etwas ändern können.

Von Michael AmonDiePresse.com

In dieswöchigen Kommentaren in der „Presse“ haben Michael Fleischhacker (11. 3.) und Michael Etlinger (12. 3.) – ohne direkt darauf Bezug zu nehmen – in Wahrheit die Probleme des eben begonnenen Pontifikats (und aller kommenden) angesprochen.

Die Feststellungen beider Kommentatoren hängen unausgesprochen zusammen. Wenn Fleischhacker schreibt: „Es gibt in Redaktionen kaum noch Menschen, die die katholische Kirche nicht für eine skurrile Ansammlung von wirklichkeitsfremden Idioten halten“, dann liefert Etlinger die Begründung für diesen Zustand, nämlich dass „Teile des Klerus sich bereits weit von den Grundfesten ihres Glaubens entfernt haben“.
Aber taugen diese lapidaren Feststellungen zum Vorwurf? Greifen sie als Kritik nicht zu kurz? Denn offensichtlich ist die Kirche nicht mehr in der Lage, den „Gläubigen“ wesentliche Glaubensgrundlagen zu vermitteln, sowie deren Inhalt und Bedeutung zu erklären. Die Amtskirche hat sich auf ein paar symbolische Randfragen des Glaubens konzentriert, die sie bis zum Erbrechen wiederkäut: Zölibat, Wiederverheiratete, Empfängnisverhütung. Nebenschauplätze des Glaubens. Die wirklich substanziellen Fragen werden öffentlich nicht diskutiert.

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2 Comments

  1. Professor Brad Bushman belegt in Versuchen am Institute-for-Social-Research/Michigan Texte mit göttlich befohlener Gewalt fördern Aggressionen. Gläubige werden gewalttätig wenn sie lesen oder hören wie in ihrem heiligen Buch Ausbeutung, Gewalt und Mord gefordert wird, Männer handeln gewalttätiger als Frauen. Die RKK nutzt dazu das ewig wahre Dogma No.381, nachdem der Kriegsdienst eine unverzichtbare Pflicht eines Christen ist, um Gottes Gnade zu erreichen. Fundamentalistische Varianten des Islams, Judentums und Christentums sind gefährlich und mit Menschenrechten oder Toleranzgeboten unvereinbar.

    Paranoid wird der extremistische Dämonenkult zur ewigen Wahrheit erklärt, die mangels realer Substanz mit Genoziden und Ethnoziden durchgesetzt wird. Der RKK Kult mit Göttern, Dämonen, Engeln, Zombies und der Hölle als Drohung steigert die Gewaltbereitschaft, zügelt Abweichler, fördert den Fremdenhass und erregt die Lust auf sexuelle Orgien als Status absoluter Macht. Unter Drohung akzeptieren Gläubige Absurditäten wie die Fleischwerdung von Brotkrumen durch Herumfuchteln oder zum Kinderkreuzzug 1212 n.C. die Teilung des Mittelmeeres, so dass man laut RKK Priestern auf dem Meeresboden direkt nach Jerusalem laufen kann.

    Ein Gotteswahn als Psychose wird im Unterbewusstsein zur Pseudo-Realität. Menschen die mit Fiktionen sprechen sind geistig gestört, die schizophrene Psychose schmeichelt ihrem kranken Ego. Der Wahn gepaart mit Autoritätsproblemen, Narzissmus und Realitätsverweigerung ist nur mit Psychopharmaka, Neuroleptika oder der Gummizelle zu stoppen. Defizite im ventralen (orbitofrontalen) Kortex führen zu extremer Risikobereitschaft, asozialem Verhalten, Gewalt unter Missachtung moralischer Regeln, typisch bei Gläubigen und dementen Alten. Letztere werden in Heimen unter Drogen gesetzt oder bei Unverträglichkeit an den Stuhl gefesselt.

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  2. „Es gibt in Redaktionen kaum noch Menschen, die die katholische Kirche nicht für eine skurrile Ansammlung von wirklichkeitsfremden Idioten halten“
    Vielleicht haben sie ja einfach recht damit? Aber damit wird die Kirche gefährlich unterschätzt, denn sie sitzt an der Fontäne des reichlich sprudelnden Geldsegens. Und DAS ist NICHT wirklichkeitsfremd.

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