Deutsche Katholiken protestieren gegen Papst-Artikel „Alter Sack“ in der „taz“


Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat gegen Schmähungen des Papstes in der Tageszeitung „taz“ protestiert.

kathweb

Wie die deutsche katholische Nachrichtenagentur KNA berichtet, erklärte ZdK-Präsident Alois Glück am Montagabend in Bonn, gerade von einer Zeitung, die für sich in Anspruch nehme, für Offenheit und Respekt einzutreten, erwarte er einen anderen Stil. Respekt gegenüber den Religionsgemeinschaften und den Kirchen müsse man gerade auch in einer säkularen und offenen Gesellschaft pflegen, die vom gegenseitigen Respekt vor den Überzeugungen des jeweils anderen lebt, heißt es in einem Brief Glücks an die Chefredakteurin der taz, Ines Pohl.

Im Artikel „Alter Sack der Xte“ in der online-Ausgabe der „taz“ vom 13. März und in einer leicht redigierten Print-Version vom 15. März hatte es unter anderem geheißen: „Der neue Papst ist, den bislang vorliegenden Informationen nach zu urteilen, ein reaktionärer alter Sack wie sein Vorgänger, der seinerseits einem reaktionären alten Sack gefolgt war, der wiederum einen reaktionären alten Sack beerbt hatte.“

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5 Comments

  1. Mit fehlt in dem Artikel jeglicher Respekt vor den Menschen. Da spielt es keine Rolle, welche Religion ich vertrete. Eine solche Verunglimpfung und Verhetzung sollte trotz Pressefreiheit nicht erlaubt sein. Das gilt für den Verfasser aber auch für den Chefredakteur. Wenn alle Katholiken sich zusammen täten und die TAZ boykottierten, würde das spürbar werden.

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  2. Da hätten die Kinderficker genug Gründe etwas aufzuklären, anstatt mit Schaum vorm Mund „haltet den Dieb“ zu schreien

    http://derstandard.at/1363705410634/Neues-Dokument-Papst-kooperierte-mit-Militaerjunta
    Laut Angaben Vicente Zazpes, des ehemaligen Vizepräsidenten der argentinischen Bischofskonferenz, gab es eine Übereinkunft zwischen Militär und Kirche: bevor ein Priester verhaftet werden konnte, musste der zuständige Bischof verständigt werden. Bergoglio soll laut Aussagen ehemals Inhaftierter Jalics und Yorio kurz vor ihrer Verhaftung die Erlaubnis, im Armenviertel Bajo Flores zu predigen, entzogen haben, was die Militärs als grünes Licht angesehen haben könnten.

    Die Aufarbeitung des Verhältnisses zwischen katholischer Kirche und Militärdiktatur dürfte Argentinien abseits des Jubels über die Wahl Bergoglios zum Papst noch länger beschäftigen: erst im Februar dieses Jahres hielt ein Gericht in der Provinz La Rioja erstmals in einem Urteil fest, dass die Kirche Komplize der Generäle war und im Klerus „weiterhin Widerwillen besteht, diese Verbrechen aufzuklären“

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  3. @uwelehnert
    Respekt hat immer 2 Seiten, ich respektiere nur Menchen, die andere Menschen gleichfalls respektieren.

    Religioten, die wegen phantasierten Mythen aus der Bronzezeit die Menschenrechte ablehnen, Frauen und Andersdenkende als Menschen 2-ter Klasse behandeln, selber pseudo-demokratisch und Kinder fickend ihre Unfähigkeit mit all-wissend, all-fähig, all-gütig paranoid als Gnade Gottes erklären und in Ethnoziden und Genoziden Hunderttausende mittels heiliger Kriege ermorden, solche Irren sind im Kopf noch viel kranker als islamische Selbstmordattentäter.

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  4. Ich stimme der Analyse von Deniz Yücel inhaltlich voll zu. Eine andere Beschreibung haben diese verkrustete, unglaubliches Unheil über die Menschheit gebrachte Institution und deren oberster Dienstherr nicht verdient.

    Was ich ablehne, ist dieser Stil des Umgangs mit dem ideologischen Gegner, diese hemmungslose Verächtlichmachung von Menschen, deren Glauben auch ich für bronzezeitlich und Produkt lebhafter Phantasie halte. Hätte Deniz Yücel auch den Mut sich so über die führenden islamischen Köpfe in Deutschland auszulassen? Ich bin sicher, dass er diesen Mut nicht hat, obwohl es genügend Kritik an deren ebenso mittelalterlichen Denken zu üben gäbe.

    Für uns alle sollte gelten: Unbedingter Respekt vor dem anderen Menschen – welcher Herkunft, welchen Glaubens, welcher Orientierung auch immer. Respekt meint, dass ich den anderen so behandele, wie ich behandelt werden möchte, und dass ich seine Position als persönliche Meinung toleriere. Tolerieren in diesem Sinne heißt, formal zu akzeptieren, dass er das Recht auf einen eigenen, von dem meinen abweichenden Standpunkt hat. Inhaltlich jedoch erlaube ich mir, die Meinung des anderen mit Argumenten und in sachlicher, gern auch scharfer Form zu kritisieren, ggfs. sogar entschieden abzulehnen. Kurz: Unbedingter Respekt vor dem Menschen, nur bedingter oder kein Respekt vor dessen Ansichten.

    Wenn wir die Verhältnisse ändern wollen, wenn wir die Übermacht der Kirchen und Religiösen zurückdrängen wollen, dann müssen wir jene, die mit Argumenten erreichbar sind, in vernünftiger Weise ansprechen, dann müssen wir die vielen Zweifler mit unseren guten Gründen auf unsere Seite ziehen. Wer so argumentiert wie Deniz Yücel stößt den Gutwilligsten zurück und vergiftet das politische Klima, das für friedliche Veränderungen eine notwendige Voraussetzung ist. Oder wollen wir etwa arabische Verhältnisse?

    Ich will den laizistischen Staat, in dem Religion so weit wie möglich zur Privatsache geworden ist. Wo jeder glauben will, was er mag, wo jeder Erwachsene sich abschneiden kann, was er möchte. Als Nichtgläubiger möchte ich aber damit in Frieden gelassen werden.

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