Lawrence M. Krauss: Information statt Glauben


Warum Forscher davon ausgehen, dass unser Universum vor 13,7 Milliarden Jahren entstand, ist bei Krauss nachzulesen. (Bild: AP Archiv)

Mit „Ein Universum aus dem Nichts“ reagiert Lawrence Krauss auf die in den USA verbreitete Strömung des Kreationismus. Der Physiker plädiert dafür, die Ergebnisse der naturwissenschaftlichen Forschung anzuerkennen. Die mache es möglich, nicht an Gott zu glauben.

Von Gerrit Stratmann Deutschlandradio Kultur

Es braucht keinen Gott, um unser Universum zu erschaffen, sagt Lawrence M. Krauss. Philosophie und Theologie haben schon seit 500 Jahren nichts mehr zur Klärung der Frage nach unserer Herkunft beigetragen. Die moderne Wissenschaft hingegen zeige einen Weg, mit rein physikalischen Mechanismen die Entstehung unseres Universums zu erklären.

Krauss schildert, warum Forscher davon ausgehen, dass unser Universum vor 13,7 Milliarden Jahren entstand. Alles, was wir sehen, könnte damals einem Zustand entsprungen sein, in dem es keinen Raum, keine Zeit und keine Naturgesetze gab, und damit praktisch nichts. Für Physiker, die mit virtuellen Teilchen, negativer Energie und Quantenfluktuationen in inflationären Raumblasen hantieren, ist dieser Vorgang durchaus plausibel.

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2 Comments

  1. Allerdings sind viele der Konsequenzen den geistig Minderbemittelten diverser Religionen nicht vermittelbar, ist doch ihre Zeit auf ewig vom großen Zombie im Himmel eingeteilt. Ein (Dr.) Russel der Superfrommen hat sogar weiße Löcher im Universum gefunden (nur er ganz allein), mittels denen er Einsteins Theorien alle als fasch beweist. Seine Lichtgeschwindigkeit kann Millionen-fach größer sein, das Sternenlicht war schon am ersten Schöpfungstag vor 6000 Jahren sichtbar – trotz 13,7 Milliarden Lichtjahren Entfernung.

    Für Thales von Milet (624-545 v.C.), Anaximander von Milet (611-547 v.C.), Anaximenes (585-524 v.C.), Anaxagoras von Klazomenai (499-428 v.C.), Leukipp von Abdera (450-420 v.C.), Lucretius (97–55 v.C.), Lactanius (245–325 n.C.), Cyril von Jerusalem (315–368 n.C.), John Chrysostom (344–408 n.C.), Severian von Gabala (um 408 n.C.), Martianus Capella schwimmt die Erdenscheibe auf dem Urmeer unterm Firmament mit Sonne, Mond und Sternen, die täglich neu aufgehängt werden (Psalm 104:5, Hiob 9:6, 1.Sam 2:8, Matt 4:8). Die Wasser des Himmels sind darüber, Engel halten die Winde an 4 Ecken, Kontinente und Meere waren so wie heute.

    Martin Luther schreibt als extremer Religiot und Rassist mit dem Wissen einer Küchenschabe zu Nikolaus Kopernikus „Dieser Dummkopf möchte die gesamte Kunst der Astronomie verdrehen“.

    Das was wir subjektiv als Zeit empfinden und durch Uhren bzw. Kalender einteilen, das ist relativ und keine feste Größe. Der Wert der Zeit hängt ab von unser Geschwindigkeit und der Schwerkraft, der wir ausgesetzt sind. Unser Sonnensytem rast mit etwa 275 km/sec durch Teile der Milchstraße, ein Bahnumlauf dauert etwa 250 Millionen Jahre. Im Moment des Urknalls gab es keine Zeit, damit auch kein vorher, kein nachher und schon gar keinen großen Zombie im Nirdendwo als Zauberkünstler

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  2. Gläubige haben, wie der Name schon erkennen lässt, in erster Linie Interesse an der Erfüllung ihres infantielen Wunschdenkens. Die Wissenschaft stört durch ihre aufklärenden Erkenntnise diese Träume. Deshalb wird ihr die Anerkennung trotzig verweigert. Ähnliche Verhaltensweisen kann man auch bei Kindern feststellen, deren fantastischen Wünsche nicht erfüllt werden können. Der Unterschied ist allerdings, dass Kinder irgendwann die Unmöglichkeit der Realisierung ihrer kinderweltlichenTraumvorstellungen erkennen und akzeptieren. — Bei religiösen Erwachsenen sieht das anderst aus.
    Leider (oder aber auch zu ihrem Glück) werden Gläubige jeglicher Richtung, auch nach ihrer irdischen Zeit nicht erfahren können wie eingeschränkt sie mit ihrer unterwürfigen Einstellung lagen und wie sie, abhängig von machtgeilen Seelen-Spezialisten und Ausbeutern der Wunschdenker-Konzerne, ihr belächelnswertes Dasein verbracht haben.

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