Karfreitag: Privatvorführung „Das Leben des Brian“ verboten


Bild: einhorn-film.at

Die Initiative Religionsfrei im Revier hatte bei der Landes- und Bezirksregierung und der Stadt Bochum nachgefragt, ob es erlaubt sei, den Film das “Leben des Brian”am Karfreitag vorzuführen.(mehr dazu)

bo-alternativ.de

Die Bezirksregierung Arnsberg hat der Initiative Religionsfrei im Revier mitgeteilt, dass selbst eine private geschlossene Veranstaltung mit einer Filmvorführung verboten ist. Wörtlich: “Soweit ein nicht geeigneter Film außerhalb von Wohnungen vorgeführt wird, ist dies nach § 6 Abs.3 Nr. 2 FTG NW auch bei privaten unterhaltenden Veranstaltungen an Karfreitag nicht erlaubt.” Die Initiative Religionsfrei im Revier wird den Film trotz dieses Verbotes vorführen, um dagegen zu protestieren, dass es nach wie vor eine Vielzahl von überkommenen klerikalen Vorschriften in deutschen Gesetzen und Verordnungen gibt. Es sei eigentlich ein Merkmal von fundamentalistisch religiös geprägten Staaten, dass religiöse Vorschriften für das private Verhalten von Bürgerinnen und Bürger verbindlich gemacht werden.
In einer aufgeklärten freiheitlichen Gesellschaft werde die Freiheit von Weltanschauungen und Religionen respektiert. Weiter heißt es: “Wir respektieren selbstverständlich, dass ChristInnen und Christen am Karfreitag der Ermordung ihres Religionsstifters gedenken und dies zum Anlass zur Trauer nehmen. Trauerfeierlichkeiten sollten vor Störungen geschützt werden. Nicht akzeptabel ist allerdings, dass auch alle anderen Menschen an einem solchen Tag zu depressivem Verhalten genötigt werden und jede Form von öffentlicher Unterhaltung untersagt wird.”

1 Comment

  1. Solange nur private Kritik am Traumbild des all-rechthabenden Glaubens geübt wird, solange kann man auf den einen oder anderen Idioten verzichten und ihn austreten lassen – notfalls auch aufs WC.

    Wenn aber bitterböse Verarschung auf den einzig wahren Glauben trifft und dessen Absurdität angeprangert wird, dann holt man die ganz dicken Geschütze aus der Garage, wetzt die gesetzlich verankerten Verbote aus dem glorreichen Mittelalter und macht alles nieder.

    Das man sich damit immer nur noch tiefer in die Scheiße gräbt, das zu verstehen erfordert mehr Intelligegenz als selbst der All-wissende aufzubieten hat. Denn der ist laut TAZ nur ein alter (ignoranter) Sack, der einen genau so einen alten (ignoranten) Sack beerbt hat, der usw. usw.

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