Chrysostomos: Zocken mit dem Euro


Erzbischof Chrysostomos, Bild:derStandard.at

Die Orthodoxe Kirche in Zypern steckt mittendrin in der Bankenkrise. Nun empfiehlt das Oberhaupt, Erzbischof Chrysostomos, seinem Land einen Austritt aus der Euro-Zone. Die Begründung: Mit „diesen Genies in Brüssel“ werde die Währungsunion ohnehin auseinanderfliegen.

SpON

Das Oberhaupt der Orthodoxen Kirche in Zypern hat sich für einen Ausstieg des Landes aus der Euro-Zone ausgesprochen. „Es ist nicht einfach, aber wir müssen darauf so viel Zeit verwenden wie auf den Beitritt zum Euro“, sagte Erzbischof Chrysostomos II. der griechischen Zeitung „Realnews“.

Die Begründung des Kirchenmanns ist simpel: Die Währungsunion werde ohnehin bald auseinanderfallen. Er sage ja nicht, dass der Euro morgen zusammenbreche, zitiert die Zeitung den Bischof. „Aber mit diesen Genies in Brüssel ist sicher, dass er nicht lange halten wird.“

weiterlesen

1 Comment

  1. Der Nobelpreisträger für Wirtschaft Paul Krugman hat gestern gleiche Ideen in der NYT/ International Herald Tribune wie der Metropolit Chrysostomos von Zypern geäussert, der immerhin durchs Beten 😉 und durch ein vergelt’s Gott 😉 , zum grössten Grundbesitzer und Unternehmer Zypern’s aufstieg. Der zyprischen Kirche gehören 25% der Hellenischen Bank auf Zypern.
    😉
    Vor allem Briten und Russen hatten Zypern wegen der laxen Bankenregulierung weiterhin zu einem ungehemmten Investmentbanking genutzt, wie jenes, das 2008 an der WallStreet zum Kollaps der Lehman Bros. Bank und anderer führten, mit seinen Schockwellen für die Weltwirtschaft.

    Das kleine Zypern – mit einer Volkswirtschaft so gross wie Island -, wurde auf dem Papier zum grössten Investor Russlands und hält dort mehr Investitionen als das witrschaftsmächtige Deutschland. 😉

    Aber unsere Regierung in Berlin – wie auch die EU wussten das – und haben nichts zum Schutz der Einlagen der EU Bürger unternommen, obwahl sie genau das auf einem G20 Gipfel nach dem WallStreet Knall versprochen hatten. 😉

    Zypern steht nun vor der gleichen Frage wie Islands im Jahre 2008: Verschuldet sich der Staat (damals auf Druck GBs und der Niederlande ) und treibt das Isländische Volk in eine Schuldenfalle, weil er für das Mismanagement der isländischen Banken bei ausländischen Einlagen einstehen müsse, oder müssen Anleger, die ihr Geld nur wegen der ZinsGier dort parkten für eigene Dummheit selbst haften!
    Islands Volk hat damals zur Enttäuschung der EU und des IWF und der internationalen Banken mit Volksabstimmung gegen die eigene Regierung gestimmt und eine Haftung für Spekulanten unterbunden. Islands ist 5 Jahre später auf Wachstumskurs. Die ausländischen Invetoren behielten das Nachsehen.

    Berlin/Brüssel/Washington verordnen nun Zypern den gleichen Irrsinn ihr Land zu überschulden, wie der IWF gegenüber Island damals.

    Die Entscheidung Zyperns sein eigenes Volk in eine von Berlin/Brūssel/Washington aufgestellte Schuldenfalle zu locken nur um den Reichtum britisch/russischer Investoren zu schützen, darf allein vom zyprischen Volk entschieden werden und nicht von ausländischen Politikdeppen, die Bankkunden dort auch noch übers Fernsehen zu einem BankRun nächste Woche aufhetzen. 😉
    Konsequenterweise wūrde Zypern wieder aus der EuroZone austreten und die eigene Währung installieren. Unser Einfluss in der EU wäre angeknackst.
    😉

    Liken

Kommentare sind geschlossen.