»Mittlerweile sind 38 Prozent der Bürger konfessionsfrei«


Gabriele Förster, Foto: privat

Atheistische Organisationen werben am Gründonnerstag in 13 deutschen Städten für den Kirchenaustritt.

Gabriele Förster ist stellvertretende ­Sprecherin des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (­IBKA), Landesverband Hessen

Interview : Gitta Düperthal jW

Unter dem Motto »Ich lass’ dich beten, laß du mich tanzen!« fordern säkulare Organisationen zum »Hasenfest 2013« am Gründonnerstag zum gemeinsamen Kirchenaustritt auf. Wie wird der begangen?

Bundesweit zum dritten Mal protestiert die säkulare und humanistische Szene gegen die intolerante Feiertagsgesetzgebung, die sämtliche Tanz-, Sport- und Unterhaltungsveranstaltungen an sogenannten »stillen Feiertagen« verbietet – sogar Demonstrationen! Aktionen dagegen gibt es in 13 Städten, unter anderem in München, Trier, Kaiserslautern, Saarbrücken und Mainz. Im Namen vieler gläubiger Menschen sowie auch gottlos Glücklicher werben wir so für Toleranz. Wir wollen niemanden von seinem Glauben abbringen oder beim Beten stören – wir wollen uns aber nicht am Karfreitag diktieren lassen, zu Hause im stillen Kämmerlein hocken zu müssen. In Frankfurt am Main zum Beispiel wird ein rosa Hase Austrittswilligen am Gründonnerstag den Weg zum Amtsgericht weisen, wo der Austritt zu Protokoll gegeben wird. Dazu werden Informationen zum »Leben danach« gegeben.

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2 Comments

  1. Nicht vergessen werden sollte, daß man sich bei einem Umzug in einen neuen Kreis als konfessionslos melden und damit auch kostenlos austreten kann.

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