„Kriminalgeschichte des Christentums“: Zum Teufel, was heißt hier christlich!


Michael-Pacher (1483) / Bild: Michael-Pacher(1483)/ WikiCommons

Karlheinz Deschner hat wie kaum ein anderer das Bild der „bösen Kirche“ geprägt, nun hat er sein Opus magnum abgeschlossen: ein Zeugnis 25 Jahre leidenschaftlichen Eifers – und Hasses.

Von ANNE-CATHERINE SIMONDie Presse.com

Das Christentum ist „durch seine ganze Geschichte als Inbegriff und leibhaftige Verkörperung und absoluter Gipfel welthistorischen Verbrechertums ausgewiesen“. Der Satz umklammert ein Lebenswerk. Zweimal steht er in der bei Rowohlt erschienenen „Kriminalgeschichte des Christentums“, am Anfang des ersten, 1986, und am Schluss des zehnten, soeben erschienenen Bandes.

 Sein Autor gilt den einen als hasserfüllter Scharlatan, anderen als „der bedeutendste Kirchenkritiker der Gegenwart“. Mit 87 Jahren hat Karlheinz Deschner nun den offiziellen Schlussstein gesetzt für die gemessen an der Seitenzahl wohl gewichtigste Anklageschrift, die je gegen das Christentum geschrieben wurde. Es ist der Schluss eines Ermüdeten, er behandelt nur noch das 18. Jahrhundert samt „Ausblick auf die Folgezeit“. Themen sind vor allem die Kriege in Skandinavien, die Gräueltaten hasserfüllter Scharlatan, der Niedergang des Papsttums, die Trennung von Staat und Kirche.

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1 Comment

  1. Karl-Heinz Deschner muss man lesen.

    Er entlarvt die Perversion einer Kirche die Barmherzigkeit predigt und seit 16 Hundert Jahren Machtmissbrauch betreibt. An Deutschen Unis wimmelt es noch von Professoren auf pseudo-laizistischen „Konkordatslehrstühlen“, die ihren Job nur deshalb bekamen, weil sie der katholischen Kirche zu Willen waren. 😉

    Die UniNürnberg Erlangen wurde sogar noch im 21. Jahrhundert von der römischen Kirche für ein solches schäbiges Spektakel missbraucht, nur um eine der Kirche nicht genehmen Gelehrte in Praktischer Philosophie zu verhindern. Deutsche Unis sind also immer noch Teil des Machtgeflechts der Kirche.

    http://konkordatslehrstuhlklage.de/?p=229

    Dass die Kirche bei uns immer noch genügend ‚dankbare“ Gelehrte findet, die anstatt über eine machtgeile Kirche über den kirchenkritischen Karl-Heinz Deschner herfallen ist nicht verwunderlich, denn er stellt mit seinen Recherchen deutsche Geschichtswissenschaft bloss. 😉
    Wie peinlich! 😉

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