Abendmahlmesse: Kirchenrechtlich gibt es keine Frauenfüße


Abendmahlmesse: Papst Franziskus wäscht jugendlichen Häftlingen die Füße AP/DPA/OSSERVATORE ROMANO

Es war ein Bruch mit dem Kirchenrecht: Papst Franziskus feierte die Abendmahlmesse in einem Jugendgefängnis bei Rom – und wusch zwei Frauen die Füße. Die Liturgie sieht vor, dass nur Männern die Füße gewaschen werden dürfen. Nun muss der Vatikan die konservativen Kritiker beschwichtigen.

SpON

Papst Franziskus hat offenbar den konservativen Flügel der katholischen Kirche verärgert. Am Gründonnerstagabend feierte er in der Kapelle des römischen Jugendgefängnis Casal del Marmo die Abendmahlmesse. Er wusch zwölf Häftlingen die Füße. Der Tabubruch: Unter ihnen waren auch zwei Frauen. Die Liturgie für Ostern sieht jedoch ausdrücklich vor, dass nur Männern die Füße gewaschen werden dürfen.

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2 Comments

  1. …offenbar steht der Vatikan nun vor dem gleichen revolutionären Umbruch seines Weltbilded, wie letztlich nach Kopernikus und Galilei …. 😉

    Franz von Buenes Aires hat am Donnerstag in einem römischen JugendGefängnis überraschend festgestellt, auch Frauen haben Füße, die ab und zu mal gewaschen werden müssen, obwohl sowas im Kirchenrecht nicht vorkommt. 😉

    Das Haupt der Frau war kirchenrechlich immer reguliert, es ist in der Kirche verhüllen, weil Abbilder Christi (sprich Männer) erscheinen. Dass Frauen in der Kirche -und sonstwo- den Mund zu halten haben ist auch kirchenrechtlich begründet. In den USA z.B. wurde Ordensschwestern, die sich um Arme kümmerten und berichten was sie dort erlebten, kürzlich ein vatikanischer Vormund verpasst. 😉

    Das Frauenbild der Kirche ist seit jeh‘ eine gestörtes:

    Bei der Frau muss schon das Bewusstsein vom eigenen Wesen Scham hervorrufen. 😉 Kirchenlehrer Clemens Alexandrinus( vor 215)

    „Das Weib ist ein minderwertiges Wesen, das von Gott nicht nach seinem Ebenbilde geschaffen wurde. Es entspricht der natürlichen Ordnung, dass die Frauen den Männern dienen: „Wenn nun gefragt, wozu dieses Gehilf nötig war, zeigt sich wahrscheinlich nichts andres als die Hervorbringung von Kindern, so wie die Erde das Hilfsmittel für den Samen ist, damit aus beiden die Pflanze wachse.“ 😉 Kirchenvater Augustinus (354-430):

    Der wesentliche Wert der Frau liegt in ihrer Gebärfähigkeit und in ihrem hauswirtschaftlichen Nutzen. 😉 Thomas von Aquin, Kirchenlehrer (1225-1275)
    Im Bayrischen Landrecht des 18. Jahrhunderts wurden Priester, die sich der Gebärmutter junger Frauen vor der Hochzeitsnacht privat bedienten, von Strafe freigestellt, denn offensichtlich es war göttlicher Wille. 😉

    Die Gebärmutter der Frau ward seit eh‘ und je als kirchliches Eigentum angesehen und auch mal von Gott zur JungfrauenGeburt konfisziert (was aber in der Antike das Vorrecht vieler Götter war. ;-). ).

    Die Gebärmutter ist kirchenrechtlich voll durchreguliert, wie die absurde Diskussion um Verhütung und Schwangerschaftsunterbechung heue noch beweisen; und dies alles obwohl die UNO Frauen inzwischen zu autonomen Menschen erklärt hat. 😉

    Nur während der Schwangerschaft erzählt uns der katholische Katechismus -in der Version des Ratzinger- werde die Gebärmutter zu einer Art „teuflischem“ Brüter, weswegen die „besessenen“ Neugeborenen später eine Teufelsaustreibung über sich ergehen lassen müssen, landläufig auch als Taufe verniedlicht. 😉

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  2. Konsequenterweise hätte er den beiden Damen den „Kopf waschen“ sollen. Das macht die Kirche mit den Frauen doch sonst immer.

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