Gott soll mir gefallen. Sonst darf er nicht existieren!


Bild: heise.de

Ab und zu werden sie in der Öffentlichkeit geführt, ja: So ging es vor einigen Jahren in den deutschen Feuilletons um die Rechtfertigungslehre. Es gibt in den Medien auch den Platz und Fachleute: Die Wochenzeitung Die Zeit etwa hat ein Ressort namens Glauben und Zweifeln, auch bei den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunkanstalten finden sich entsprechende Sendeplätze.

Von Ulrike HeitmüllerTELEPOLIS

Aber es ist doch wenig. Angesichts der Tatsachen, dass eine Partei in der Regierung sitzt, die sich „christlich“ nennt, und dass das Christentum gelegentlich als, nun ja, „einheimische“ Religion ins Feld geführt wird, vor allem gegenüber dem Islam: Da sollte man eigentlich mehr – vielleicht nicht wünschen, aber doch erwarten. Oder?

Ein widersprüchlicher Befund: Irgendwie ist Religion da, im öffentlichen Leben. Aber irgendwie auch nicht: Eine seltsame, schwer fassbare Ambivalenz. Das Ganze wird noch widersprüchlicher, wenn man weiter drüber nachdenkt. Drei Fragen stellen sich:

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