Zensur bei Twitter – @nickpol Ostern im Twitterjail

twitter_suspendTwittern macht Spaß, sollte man meinen. Man folgt anderen und hat seine Follower. Quatscht mit ihnen, Belangloses, Privates, Neuigkeiten. Man verbindet seine Blogs und Webseiten mit dem Twitteraccount und die Inhalte werden automatisch in die virtuelle Welt geschickt. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Freitag ist ein besonderer Tag, da pflegt der Twitterer seine Kontakte, zeigt ihnen, Hallo Leute, ich hab nicht auf eure Tweets geantwortet, aber ich hab euch gesehen, man bedankt sich, teilt mit. Als Twitterer hat man seine Twitter-Beziehungen, die man sorgfältig pflegt. Der Blog hier hat über 8.000 Follower auf Twitter. Am Karfreitag war dann alles anders. Nach der Kontaktpflege, dem #FollowFriday noch etwas Lustiges in die Timeline geschickt: „No Easter this year, they have found the Body.“ Danach war alles anders. Konto gesperrt, Follower weg, das euphemistische Angebot einigen völlig fremden Twitteren zu folgen. Makaber, keine Information von Twitter, hinsichtlich irgendwelcher Vorwürfe, die zur Sperrung des Kontos führten. Dann hab ich eine Protestmail an Twitter abgesetzt und die Freischaltung des Accounts gefordert. Keine Reaktion. Langsam dämmerte der Verdacht auf, dass es sich um die Verletzung „religiöser Gefühle“, im Rahmen der Osterfeierlichkeiten, gehandelt haben muss. Also, zweiten Twitteraccount hergestellt, diesmal unter dem Namen @PIINGILAAQ, Eskimo-Sprache und bedeutet Geist eines Toten. Zwitschern mit den eigenen Followern und dann den o.g. Spruch noch einmal in die Timeline von Twitter geschickt. Keine Überraschung, der Zweit-Account wurde ebenso blockiert, ab in den Twitterjail.
Ich gehe mittlerweile von der Tatsache aus, dass Twitter Inhalte filtert, in meinem Fall religionskritische Äußerungen unterdrückt hat. Automatisch, sehr wahrscheinlich, oder es hat Beschwerden von Religioten gegeben. Das Recht der freien Rede, die Meinungsfreiheit ganz bewusst unterdrückt.

Nur weil die christliche Sagen-und Märchenwelt von der Existenz eines Gottessohnes ausgeht, dessen Ermordung durch die Menschen göttlich gebilligt wurde, muss ich diesem Obskurantismus nicht folgen. Und ich nehme mir das Recht heraus diesen Unglauben auch kund zu tun und öffentlich zu vertreten. Muss ich doch im umgekehrten Sinne auch Glockengeläut, Fernsehpredigten und jede Menge religiösen Müll im Internet in Kauf nehmen. Die Unterdrückung respektive Zensur antireligiöser Botschaften durch Twitter zeigt die religiotische Kontaminierung unserer Umwelt aufs deutlichste.

Pünktlich zum Ende der Osterfeierlichkeiten dann die Nachricht von Twitter:

Twitter

Hallo,

dieser Account wurde suspendiert, weil zahlreiche Nachrichten versendet wurden, die @Antworten und/oder Erwähnungen enthielten. Diese Funktionen sollen die Kommunikation mit anderen Menschen auf Twitter vereinfachen. Twitter überprüft die Verwendung dieser Funktionen, um sicherzugehen, dass sie so verwendet werden, wie es beabsichtigt ist, und sie nicht missbraucht werden. Die Verwendung beider Funktionen zum Versenden von unerwünschten oder bösartigen Nachrichten an eine Vielzahl von Nutzern wird als Missbrauch angesehen und führt zur Suspendierung eines Accounts.

Mehr Informationen über diese Funktionen findest Du auf unserer Hilfe-Seite zu @Antworten und Erwähnungen: http://support.twitter.com/articles/14023

Die Suspendierung Deines Accounts wird innerhalb von 24 Stunden aufgehoben. Bitte beachte, dass es eine Stunde oder so dauern kann, bis die Anzahl Deiner Follower und derer, denen Du folgst, wieder hergestellt ist.

Bitte lies Dir aufmerksam die Twitter-Regeln durch, denn wiederholte Verletzungen dieser Regeln können zu permanenter Suspendierung führen: http://twitter.com/rules

Vielen Dank!

Support

Twitter Support

Der Vorwurf ist geradezu lächerlich zu nennen. Die Erwähnungen und @Antworten des #FollowFriday hätten zur Sperrung des Accounts geführt.

Meine Empfehlung an das Twitter-Management, geht Beichten, Euer Gott wird Euch das Lügen verzeichen. Ich nicht.

Für die erwiesene Solidarität möchte ich mich ganz besonders bei @Liekedeeler, @Piratenmaps, @eineMorgensonne, @Almwichterl, @Glamypunx, @mikell1601, @Suzimiya, @deppentoeter, @xhdroelf, @TheoRettich bedanken.

Ich war Freimaurer – Das zerstörerische Wirken der Logenbrüder: Der Papst ist Feind Nr. 1

Bild: trade-board.org
Bild: trade-board.org

Der französische Arzt und Buchautor Maurice Caillet, ein ehemaliger Freimaurer und Meister vom Stuhl, der sich zum Christentum bekehrte, gab am 20. Februar dem Internetradio Culturacattolica.it ein Interview über die Freimaurerei, deren subversives Wirken und seine Bekehrung.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Caillet, Sohn atheistischer Eltern und von Jugend an erklärter Kirchenfeind, wurde 1969 im Alter von 35 Jahren in Rennes in eine Loge des Grande Orient de France aufgenommen. Eine der ältesten und mächtigsten Logen. Er brachte es dort bis zum 18. Grad der Rosenkreuzer. Er hatte damit Zugang zu den höheren Graden des Schottischen Ritus, die den meisten Logenbrüdern der niederen Grade unbekannt sind. Caillet interessierte sich für Okkultismus, Weiße Magie und Radiästhesie. Er gehörte in den 70er Jahren zu den französischen Pionieren der Familienplanung, und setzte sich für die Verbreitung von künstlichen Verhütungsmitteln und die Legalisierung der Tötung ungeborener Kinder ein. Als Mitglied der Sozialistischen Partei und Freund von Staatspräsident Mitterand konnte er als Stuhlmeister seiner Loge nach dessen Wahl ein explosionsartiges Interesse an Logenmitgliedschaften erleben. Ebenso konnte der aufstrebende Meister den Einfluß der Logenbrüder in Politik, Medien, Wirtschaft und öffentlichem Dienst aus nächster Nähe erleben.

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Glauben am Osterfest: Die Kraft des Zweifels

jesus_schaukelSelig sind, die nicht zweifeln, sondern glauben? Das passt den obersten Funktionären gut ins Konzept. Sie halten jene, die Finger in Wunden legen, für Störer. Aber darum geht es: Jeder Glaube, jede Ideologie braucht den Zweifel. Er ist ein kluges Korrektiv. Zweifel sind Schutzschild gegen den Fanatismus, Heilmittel gegen aggressive Unduldsamkeit. Doch meist kommen sie zu spät.

Von Heribert PrantlSüddeutsche.de

Alan Greenspan, der 18 Jahre lang der mächtige Chef der mächtigen US-Notenbank war und an der Weltfinanzkrise, vorsichtig gesagt, nicht unschuldig, bekennt sich zum Atheismus. Wer die wirtschaftswissenschaftlichen Lehren des Mannes kennt, weiß, dass das nicht stimmt. Der Mann hat einen Gott, der nur anders heißt; er hat eine Konfession, die nur nicht zu den klassischen Religionen zählt.

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Timothy Dolan: Wirbt für versöhnlichen Ton bei der Gleichberechtigung Homosexueller

Erst schimpfen, dann schlichten: New Yorks Erzbischof Timothy Dolan spricht sich für weichere Töne gegenüber Schwulen und Lesben aus© Peter Foley/DPA

Kardinal Timothy Dolan fordert von der katholischen Kirche einen besseren Umgang mit dem Thema Homosexualität. Erst kürzlich hatte der New Yorker Erzbischof selbst gegen die Homo-Ehe gewettert.

stern.de

Der New Yorker Erzbischof Timothy Dolan hat trotz der Ablehnung der Homo-Ehe versöhnlichere Töne gegenüber Schwulen und Lesben in der römisch-katholischen Kirche gefordert. „Wir müssen es besser machen, damit unsere Verteidigung der Ehe nicht auf eine Attacke gegen Homosexuelle reduziert wird“, sagte der 63-Jährige in einem Interview mit dem Sender ABC, das am Sonntag ausgestrahlt wurde.

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Dodo Bonelli: „Als Medikament wäre Religion zugelassen“

Raphael_M_BonelliWiener Neurowissenschafter Raphael Bonelli: „Als Medikament wäre Religion zugelassen“ – Studienvergleich widerlegt Aussagen Sigmund Freuds zu Religion und Psyche

kathweb

Religion schützt die seelische Gesundheit und kann auch von der Medizin als wichtige Ressource des Menschen angesehen werden. Das hat der Wiener Gehirnforscher Raphael M. Bonelli mit Kollegen der Duke University in einem groß angelegten Studienvergleich dargelegt, der demnächst im „Journal of Religious Health“ publiziert wird. „Depression, Suchtkrankheiten und auch Suizid treten bei religiösen Menschen eindeutig seltener auf als bei Atheisten“, so der Psychiater im Gespräch mit „Kathpress“.

Untersucht wurden alle Forschungsarbeiten zu Religiosität und psychische Gesundheit, die seit 1990 weltweit in den meistzitierten psychiatrischen und neurologischen Fachzeitschriften erschienen sind. 72 Prozent der relevanten Studien zeigten, dass die psychische Gesundheit mit dem Ausmaß, in dem sich ein Mensch religiös-spirituell engagiert, steigt, während der Zusammenhang bei 18 Prozent unklar und bloß bei fünf Prozent negativ ausfiel. Bereits 1992 war eine ähnliche Vorgängerstudie zum selben Ergebnis gekommen, das sich nun in umfangreicherer und detaillierterer Form bestätigte.

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