Glauben am Osterfest: Die Kraft des Zweifels


jesus_schaukelSelig sind, die nicht zweifeln, sondern glauben? Das passt den obersten Funktionären gut ins Konzept. Sie halten jene, die Finger in Wunden legen, für Störer. Aber darum geht es: Jeder Glaube, jede Ideologie braucht den Zweifel. Er ist ein kluges Korrektiv. Zweifel sind Schutzschild gegen den Fanatismus, Heilmittel gegen aggressive Unduldsamkeit. Doch meist kommen sie zu spät.

Von Heribert PrantlSüddeutsche.de

Alan Greenspan, der 18 Jahre lang der mächtige Chef der mächtigen US-Notenbank war und an der Weltfinanzkrise, vorsichtig gesagt, nicht unschuldig, bekennt sich zum Atheismus. Wer die wirtschaftswissenschaftlichen Lehren des Mannes kennt, weiß, dass das nicht stimmt. Der Mann hat einen Gott, der nur anders heißt; er hat eine Konfession, die nur nicht zu den klassischen Religionen zählt.

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3 Comments

  1. „Alle Atheisten haben einen Gott.“ Stimmt. Und alle Gesunden haben Krebs.

    „Neben Weihnachten ist Ostern die Zeit im Jahr, in der der Eikonsum am höchsten ist, in der Osterwoche verdoppelt sich der Prokopfverbrauch beinahe. Die Übernahme des heidnischen Fruchtbarkeitssymbols durch die Christen an ihrem wichtigsten Feiertag hatte ganz pragmatische Gründe: da während der Fastenzeit davor keine Eier gegessen werden durften, musste der Überschuss mangels Kühlmöglichkeiten irgendwie entsorgt werden. Darüberhinaus werden normalerweise eher braunschalige Eier bevorzugt (basierend auf dem Aberglauben, diese seien „ökologisch“, „natürlicher“, „gesünder“ – tatsächlich unterscheiden sich braune und weiße Eier aber im wesentlichen nur in der Farbe, der Schalendicke und darin, dass in den braunen Eiern weit häufiger Blutgerinnsel aus geplatzten Adern im Eileiter zu finden sind, etwa in jedem sechsten). An Ostern werden jedoch traditionell gekochte oder ausgeblasene Eier bemalt, dafür werden eher weißschalige verwendet.“ http://maqi.de/presse/tierbefreiungostern2013.html

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  2. Als Atheist habe ich keinen Glauben, sondern allenfalls ein Nichtwissen bestimmter Dinge und Vorgänge. Dieses Nichtwissen kann ich jederzeit in Wissen umwandeln, oft ist dafür Aufwand erforderlich.

    Zum Wissen gehört bei mir die Überzeugung, dass es weder mythische und fiktive Wesen noch eine Vorbestimmung des Lebens und der Umwelt gibt. Wir führen unser Leben in praktischen und geordneten Abläufen, die jederzeit durch für uns unkontrollierbare Ereignisse verändert werden können.

    Sich daraus einen himmlischen Zombie zu basteln der alles nach seinem „großen Plan“ steuert, dazu gehört eine Riesenmenge Infantilität, Einfalt und vor allem Ignoranz

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  3. Alle Atheisten haben einen Gott. Manchmal sind es halt nur Konzepte, die man nicht unter „Religion“ einordnet. Diese Einteilung ist aber willkürlich.

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