Die theistische Evolution und die Entstehung des Menschen


Bild: ethikpartei.ch
Schließt Schöpfung Entwicklung oder schließt umgekehrt die Evolution Gott aus? Philosophen und Naturwissenschaftler mit Interesse an theologischen Fragen haben sich dazu immer wieder Gedanken gemacht. Die Kirche bietet mit der „theistischen Evolution“ ein Konvergenzmodell an, das seine Anfänge in der Metaphysik Thomas von Aquins und seine wichtigste Stütze im Denken Pierre Teilhard de Chardins hat.

Von Josef BordatJobo’s72 Weblog

Die zwei Schöpfungsberichte der Genesis

Das erste Kapitel des biblischen Buchs Genesis kennt auch derjenige, der nicht zu den regelmäßigen Kirchgängern zählt. Der Schöpfungsbericht kann zu den großen Erzählungen unseres Kulturkreises gerechnet werden. Hier geschieht die Erschaffung des Menschen als getreues Abbild Gottes. Es gibt noch eine zweite, weniger bekannte Schöpfungserzählung im zweiten Kapitel der Genesis. Darin wird geschildert, wie Gott der Erde Lehm entnimmt und den Menschen daraus formt. Als ein aus der Natur stammendem Wesen ist in diesem Menschen wenig übrig vom Ebenbild. Oft sind diese beiden Sichtweisen gegeneinander ausgespielt worden. Hier das Kind Gottes, mit voller Würde und erhobenem Geist, dort das Kind der Erde, schon der schmutzigen Metaphorik nach mit Ungemach behaftet. Einmal ist der Mensch Kind Gottes, ein anderes mal Kind der Erde.

Statt das eine Kind gegen das andere auszuspielen, wie es das frühe Christentum und die Patristik (namentlich Augustinus) mit ihrer Naturskepsis taten (für Augustinus war alles Natürliche verdorben, woraus noch der Pietismus seine Überbetonung der Gnade gegenüber der Natur ableiten sollte), kann man auch die Erzählungen zusammen bedenken, wie das in der mittelalterlichen Scholastik (namentlich bei Thomas von Aquin) geschah. Für diesen Versuch des Zusammendenkens von Schöpfung und Naturprozess hat sich der Begriff „theistische Evolution“ eingebürgert.

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1 Comment

  1. Für die geistig auf den Stand von Kleinkindern zurück gebliebenen Theologen ist das die Entwicklung der Erde und der Menschen. Dabei ist der Anbetung höherer Wesen als Gottheiten seit Zehntausenden Jahren in allen frühen Kulturen üblich.

    Ebla (Tell Marik/Syrien), ausgegraben 1965 bis 1968, war breits 3000 v.C. ein Stadtstaat, hat 2450–2240 v.C. eine kurze Blüte und erreicht von 1850–1530 v.C. Bedeutung. Gebiete und Städte wie Melchizedec, Hazor, Lachish, Megiddo, Gaza, Dor, Sinai, Ashtaroth, Joppa, Damascus, Urusalima (Jerusalem), Sodom, Gomorrah, Admah, Zeboiim, Zoar werden durch Tribute beherrscht.

    Die Namen und Götter im jüdischen Tanach sind kopierte eblaitische Namen wie Yah/Yahweh, A-da-mu/Adam, h’àwa/Eva, Ab-ra-mu/Abraham, Bilhah, Ish-ma-ilu/Ismael, E-sa-um/Esau, Mika-ilu/Michael, Sa-u-lum/Saul, Da-udum/David. In Ebla werden Götzen wie El, Yah, Dagon, Baal, Ishtar, Resheph, Kanish, Hadad, Kura, Nidakul usw. verehrt sowie sumerische/hurritische wie Enki, Ninki, Ashtapi, Hapat, Ishara. Enki ist der sumerische Schöpfer der Welt und dient vielen späteren Religionen als Vorlage lange bevor Althebräisch als fremde Sprache übernommene wird.

    Der Stadtstaat Ugarit (Ras Shamrah/Syrien 6 km nördlich Latakia) ist seit 7000 v.C. besiedelt, Jahrtausende vor Gottes Schöpfung des biblischen Adam. Ugarit hat ab 1450 v.C. eine Blüte und wird 1192 v.C. durch Seeräuber zerstört, die dort mit 6 Schiffen landen. Der ugaritische Gott El wird im Tanach theophorisch zu El(ohim) als Schöpfer der Welt und belegt das Kopieren fremder Kulte, die mächtiger erscheinen. Gott El paart sich in Ugarit mit vielen Frauen und trägt Stierhörner. Viele Götzen in Sumer, Akkad und Babylon tragen eine Tiara mit Hörnern. Ugaritische Götzen sind El, Yamm, Dagan, Mot, Anath, Kothar, Baal (Sohn von El) und Asherah (Frau von El). Martin Luther tilgt als Macho die Göttin Astarte/Asherah aus der Bibel.

    Althebräisch als Sprache und Schrift entsteht erst um 1000 v.C. als Kopie des Phönizisch. Es existieren bisher nur 10 Textbruchstücke, keines hat einen religösen Inhalt. Mittelhebräisch in einer anderen Schrift ensteht erst 250 v.C. als sakrale Priestersprache, darin sind alle bekannten religiösen Texte wie Tanach, 800 Qumran Papyrie und dergleichen geschrieben.

    Davon auszugehen, das im heiligen Buch der Christen, welches der Heilige Geist etwa 500 Jahre vor seiner Erfindung den Phantasten persönlich in die Feder diktiert hat, erfordert eine intelektuelle Entwicklung, die im Alter von 5 Jahren stehen geblieben ist. Wieso ist der all-mächtige und all-wissende Gott der Christen so ein trotteliger ausgemachter Vollidiot

    Papst Innozenz verbietet 1199 n.C Bibellektüre in Zusammenkünften, der Besitz einer Bibel wird auf der Synode von Tarragona 1234 n.C mit dem Tod bestraft. Mit dem Edikt De-editione-et-usu-librorum-sacrorum wird 1546 n.C. die Vulgata die einzig gültige Heilige Schrift. Sie wird 1590 n.C. von Papst Sixtus V als Editio-Sixtina revidiert und für fehlerlos erklärt. Wegen vieler Fehler wird sie 1592 n.C. durch die fehlerlose Editio-Clementina ersetzt, die wegen vieler Fehler 1598 n.C. ersetzt wird. Papst Pius IX (Giovanni Maria Mastai Ferretti) erklärt beim Konzil die Bibel ist ohne Irrtum, der Heilige Geist hat sie direkt in die Feder diktiert. Die ewig wahre Vulgata wird 1979 durch die absolut fehlerfreie Nuovo-Vulgata ersetzt, die wegen vieler Fehler 2001 ersetzt wird. Weitere fehlerhafte Bibeln wie die “Bug Bible 1535”, “Treacle Bible 1549”, „Breeches Bible 1576“, „Wicked-Bible 1631“, „Unrighteous Bible 1653“, „Sin On Bible 1716”, „Vinegar Bible 1717”, „The Fools Bible 1763”, „To remain Bible 1805” sind im Umlauf.

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