Medien: Christen und ihre irrelevanten Inhalte


Professor Vinzenz Wyss sieht Christen in der Bringschuld für relevante Inhalte. Foto: ZHAW
Christen kommen in den Medien selten vor, weil sie „im Rahmen einer grossen Geschichte keine wichtige Stimme darstellen“. Diese Ansicht vertritt der Schweizer Medienwissenschaftler Vinzenz Wyss in einem Interview mit dem Online-Portal livenet.ch

pro Medienmagazin

Freikirchler stellen 29 Prozent der Menschen in der Schweiz, die wöchentlich eine religiöse Veranstaltung besuchen, heißt es in dem Interview. Dennoch kämen sie in der Medienberichterstattung kaum vor. „Medien fokussieren auf Dinge, die irritieren, auf Probleme, die öffentlich zu verhandeln sind“, erklärt Wyss. „Und so kann es sein, dass die 29 Prozent in den Geschichten zu wenig vorkommen, weil sie im Rahmen einer grossen Geschichte keine wichtige Stimme darstellen.“ Den Medien könne man eine unzureichende Abdeckung der freikirchlichen Szene nicht vorwerfen: „Jene, die finden, sie würden zu wenig gehört, haben dafür zu sorgen, dass ihr origineller Beitrag, ihre Position, auch in eine solche grosse Erzählung hineinpasst“, findet der Professor für Journalistik.

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