Medizinethik und christliches Schamanentum

Matthäus 22:14

Viele sind berufen, aber nur wenige sind auserwählt.[…]Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abführt; und ihrer sind viele, die darauf wandeln. Und die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind ihrer, die ihn finden.

Die göttliche Selektion, die wenigsten Christen, so steht es in der Bibel, werden ins Paradies und ins ewige Leben kommen. Es wäre ja zu einfach. Christen könnten auf den Gedanken kommen, entsprechendes Bewusstsein vorausgesetzt, ich tu mir dieses irdische Jammertal nicht an, ich nehm die Abkürzung, mir das Leben und warte dann darauf, dass ich ins Paradies komme. Solches Denken entzieht den Pfaffen die Arbeitsgrundlage. Die Kirchen vermitteln ihren Gläubigen die Illusion, als wären sie diejenigen, die dafür Sorge tragen könnten, dass es der Christ ins Paradies schafft. Welch Blasphemie! Die Kirchen, ihre Pfaffen und Würdenträger können gar nichts, weltlich verwurzelt kann der gute Christ noch nicht einmal mit seinem Glauben die Grundlage seiner Ernährung sicherstellen. In den Kirchen selbst ist alles weltlich, es gibt nichts, was es in der säkularen Welt nicht auch gibt. Sex, Crime and Rock ’n Roll. Die Kirche der Reichen ist nicht die Kirche der Armen. Entsprechendes Kapital vorausgesetzt und  Spendenwilligkeit, gibt es auch mal den Dispens zur  Sterbehilfe. Dem ach so Gesegneten wird die Ganzkörperhaftigkeit im Jenseits versprochen. Schönes Geschäft. Im Jenseits versagt sogar die Stiftung Warentest. Konsumenten-Informationen= Null.

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Freispruch: „Ich bin eine Bombe“

Bild: zazzle.com.au
Der kleine Jihad ist drei Jahre alt und seinen Geburtstag feiert er am 11. September. In die Vorschule schickte die Mutter ihren Sohn in einem T-Shirt, das für reichlich Empörung sorgte.

Von Michael KläsgenSüddeutsche.de

Ein Gericht in Avignon hat am Mittwoch eine Mutter freigesprochen, die ihren dreijährigen Sohn mit einem fragwürdigen T-Shirt in die Vorschule geschickt hatte. Vorne stand: „Ich bin eine Bombe“, hinten: „Jihad, geboren am 11. September“. Der Junge ist tatsächlich auf den arabischen Namen Jihad getauft, was „Heiliger Krieg“ bedeutet, und er ist am 11. September geboren. Die Lehrerin hatte die Mutter gebeten, dem Jungen das T-Shirt auszuziehen, was diese auch anstandslos tat. Allerdings meldete sie den Vorfall der Stadt. Der Bürgermeister von Isle-sur-la-Sorgue verklagte dann die Mutter.

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Zum Thema:

Der kleine „Jihad“ und sein „Ich bin eine Bombe“-T-Shirt

Russland: Wenn das Parlament zu Kirche verkommt

Bild:dradio.de
Ein Jahr nach dem Protestauftritt der Punkband «Pussy Riot» wurde jetzt ein neues Gesetz auf den Weg gebracht, das härtere Strafen für die Verletzung von religiösen Gefühlen sowie für die Schändung von Heiligtümern vorsieht

kath.net

Das russische Parlament hat ein neues Gesetz auf den Weg gebracht, das härtere Strafen für die Verletzung von religiösen Gefühlen sowie für die Schändung von Heiligtümern vorsieht. Gut ein Jahr nach dem Protestauftritt der Punkband «Pussy Riot» (Foto) in einer Moskauer Kathedrale sprach sich die Duma am Dienstag dafür aus, die Höchststrafe für die Schändung von Kirchenräumen auf fünf Jahre Haft anzuheben. Für den Gesetzentwurf stimmten 330 Abgeordnete, sieben votierten dagegen. Zum Inkrafttreten der Neuregelungen sind zwei weitere Lesungen im Parlament nötig.

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Sado-Maso-Pornos im Vatikan heruntergeladen

Headquarter des Konzerns.
Headquarter des Konzerns.
Muss da jemand eine Beichte ablegen? Von einem Computer im Vatikan sind haufenweise illegal Serien und Filme heruntergeladen worden – darunter auch harte Sado-Maso-Pornos.

merkur-online.de

„Du sollst nicht stehlen“ heißt das siebte Gebot. Doch offensichtlich nimmt es damit selbst die katholischen Kirche nicht allzu genau, denn eigentlich stiehlt auch, wer unrechtmäßig erworbene, urheberrechtsgeschützte Filme besitzt. Genau die wurden aber von einem Computer im Vatikan aus dem Internet heruntergeladen. Das berichtet torrentfreak.com, eine Webseite, die Interessierten hilft, illegale Downloads zu finden. Besonders pikant: Auf der Beuteliste der Piraten im Talar stehen auch einige harte Pornos aus dem Sado-Maso-Bereich.

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Moskauer Patriarch Darth Kyrill I.: Feminismus ist gefährlich

patriarch_darthKyrill I.: Weibliches Selbstverständnis widerspricht oft familiären Werten

kathweb

Der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill I. hat die Frauenrechtsbewegung kritisiert. „Ich halte das Phänomen des sogenannten Feminismus für sehr gefährlich“, sagte er laut der deutschen katholischen Nachrichtenagentur KNA am Dienstagabend. Feministische Organisationen verkündeten eine „Pseudo-Freiheit von Frauen“ jenseits von Ehe und Familie.

Diese Ideologie konzentriere sich nicht auf die Erziehung von Kindern, sondern beruhe auf einem weiblichen Selbstverständnis, das oft familiären Werten widerspreche. „Es ist wohl kein Zufall, dass die meisten Wortführerinnen des Feminismus unverheiratete Frauen sind“, so das Kirchenoberhaupt bei einer Begegnung mit einer Delegation des orthodoxen Frauenverbandes der Ukraine in Moskau.

Er betonte zugleich, dass Frauen durchaus Karriere in Politik und Wirtschaft machen könnten. In vielen Branchen seien sie heute sehr erfolgreich. Frauen sollten allerdings nicht vergessen, dass sie der „Mittelpunkt der Familie“ seien. Die Aufgaben einer Frau und Mutter seien nicht „demütigend“, sondern „ehrenvoll“.

Loccumer Hexen sollen rehabilitiert werden

Themenbild: NDR.de
850 Jahre wird das Kloster Loccum in diesem Jahr alt – und alles könnte so schön, heiter und feierlich sein. Wenn da nicht dieser „dunkelste Punkt in der Geschichte des Klosters Loccum und der Evangelischen Landeskirche Hannover“ wäre.

NDR.de

Als solchen bezeichnet der pensionierte evangelische Pfarrer Hartmut Hegeler die Hexenverfolgung auf den Stiftsgebiet – und hat nun von Landesbischof Ralf Meister gefordert, die Opfer zu rehabilitieren.

Insgesamt 54 belegte Verfahren wegen Hexerei

Rund 33 Menschen seien im frühen 17. Jahrhundert im Zuständigkeitsbereich des Klosters Loccum in Hexenprozessen hingerichtet worden, heißt es in dem Brief, den auch ein weiterer pensionierter evangelischer Pfarrer aus Göttingen, die Autorin einer Schrift zur Hexenverfolgung und ein Historiker unterzeichnet haben. Insgesamt 54 belegte Verfahren wegen Hexerei habe es zwischen 1581 und 1661 gegeben. Und die Loccumer evangelische Geistlichkeit habe bei alldem eine „fatale Rolle“ gespielt, so Hegeler.

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Keinen Segen für das Militär! Militärseelsorge abschaffen!

Militärpfarrer spenden gemeinsam den Segen
Militärpfarrer spenden gemeinsam den Segen
Es gibt in Deutschland ungefähr 100 evangelische und 100 katholische Militärpfarrer. Auf evangelischer Seite gibt es auch ein paar Militärpfarrerinnen.

Informationsstelle Militarisierung e.V.

Militärpfarrer werden von ihrer Heimatkirche für circa 6 Jahre freigestellt. Sie werden vom Militärischen Abschirmdienst überprüft, sie werden Bundesbeamte auf Zeit, sie leisten einen Beamten-Eid, sie haben ihr Büro in der Kaserne, sie fahren Dienstwagen der Bundeswehr, sie werden direkt vom Bundesministerium für Verteidigung bezahlt, sie tragen im Auslandseinsatz und auf Kriegsschiffen militärische Kleidung, und sie haben eine Bundeswehr-Mail-Adresse. Jedes Militärpfarramt ist eine Dienststelle des Bundesministeriums für Verteidigung.

Dennoch behaupten Militärseelsorger, in ihrem Bekenntnis und in ihrer Verkündigung unabhängig zu sein. Dies stimmt mit der Praxis nicht überein. Militärpfarrer sind – siehe oben – vollständig in das Militär integriert. Das militärische Denken, die militärische Wortwahl und der militärische Habitus färben auf die Militärpfarrer ab. Es bewerben sich in der Regel auch nur solche Pfarrer auf die Militärpfarrstellen, die eine Affinität zu hierarchischen Strukturen haben.

Offiziell sind die Militärpfarrer exemt, das ist lateinisch und heißt enthoben. Es bedeutet: Militärpfarrer haben keinen militärischen Dienstgrad. Aber in der Praxis wird ein Militärpfarrer von den Soldaten entsprechend seiner Bezahlung (A14/15) wie ein Oberstleutnant angesehen und angesprochen.

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Hexenjagd in Papua-Neuguinea: Gefoltert, geköpft, verbrannt

Foto: AFP
Erneut sind in Papua-Neuguinea zwei Frauen tagelang gefoltert und dann hingerichtet worden, weil sie jemanden verhext haben sollen. Menschenrechtler kritisieren, der Vorwurf Hexerei werde oft nur als Vorwand genutzt – um Gewalt gegen Frauen zu rechtfertigen.

Von Felicitas Kock Süddeutsche.de

Zwei Frauen werden verschleppt, weil sie durch Hexerei einen Lehrer getötet haben sollen. Sie werden von einem wütenden Mob auf den Dorfplatz gezerrt, dort festgehalten und tagelang gefoltert. Ihr Martyrium endet mit dem Tod, den Frauen wird der Kopf abgeschlagen. Die Sicherheitskräfte des Dorfes in Papua-Neuguinea, heißt es, hätten der Enthauptung zugesehen, unfähig, etwas gegen die tobende Menschenmasse zu unternehmen. „Wir waren hilflos“, sagen die Polizisten später lokalen Medien – wieder einmal.

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Evolutionsbiologie und die dunklen Seiten von Open Access

Bild:orf.at
Mit dem Internet haben sich die Möglichkeiten des wissenschaftlichen Publizierens verändert. Open Access soll Veröffentlichungen billiger und transparenter machen. Doch es gibt auch immer mehr Scharlatane, die Forscher und Forscherinnen damit täuschen und ausbeuten wollen.

SCIENCE ORF.at

Executive Director wider Willen

„Wow, das gibt’s ja nicht“, meinte Ralf Sommer am Telefon, als er zum ersten Mal gesehen hat, dass er einer von vier „Executive Directors“ sein soll, die die Konferenz „Entomology-2013“ leiten. Anfang September wollen sich Insektenkundler aus der ganzen Welt auf der Konferenz in Orlando im US-Bundesstaat Florida treffen.

Als Sommer vor vielen Monaten per Mail von den Organisatoren gefragt wurde, ob auch er daran teilnehmen möchte, hat er zugesagt. „Als Vortragender“, betont der Direktor der Abteilung für Evolutionsbiologie am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen. Dass er als „Executive Director“ auf der Homepage der Veranstaltung steht, hat er erst durch science.ORF.at erfahren. „Dem habe ich niemals zugestimmt.“

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