Keinen Segen für das Militär! Militärseelsorge abschaffen!


Militärpfarrer spenden gemeinsam den Segen
Militärpfarrer spenden gemeinsam den Segen
Es gibt in Deutschland ungefähr 100 evangelische und 100 katholische Militärpfarrer. Auf evangelischer Seite gibt es auch ein paar Militärpfarrerinnen.

Informationsstelle Militarisierung e.V.

Militärpfarrer werden von ihrer Heimatkirche für circa 6 Jahre freigestellt. Sie werden vom Militärischen Abschirmdienst überprüft, sie werden Bundesbeamte auf Zeit, sie leisten einen Beamten-Eid, sie haben ihr Büro in der Kaserne, sie fahren Dienstwagen der Bundeswehr, sie werden direkt vom Bundesministerium für Verteidigung bezahlt, sie tragen im Auslandseinsatz und auf Kriegsschiffen militärische Kleidung, und sie haben eine Bundeswehr-Mail-Adresse. Jedes Militärpfarramt ist eine Dienststelle des Bundesministeriums für Verteidigung.

Dennoch behaupten Militärseelsorger, in ihrem Bekenntnis und in ihrer Verkündigung unabhängig zu sein. Dies stimmt mit der Praxis nicht überein. Militärpfarrer sind – siehe oben – vollständig in das Militär integriert. Das militärische Denken, die militärische Wortwahl und der militärische Habitus färben auf die Militärpfarrer ab. Es bewerben sich in der Regel auch nur solche Pfarrer auf die Militärpfarrstellen, die eine Affinität zu hierarchischen Strukturen haben.

Offiziell sind die Militärpfarrer exemt, das ist lateinisch und heißt enthoben. Es bedeutet: Militärpfarrer haben keinen militärischen Dienstgrad. Aber in der Praxis wird ein Militärpfarrer von den Soldaten entsprechend seiner Bezahlung (A14/15) wie ein Oberstleutnant angesehen und angesprochen.

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3 Comments

  1. Da wird die Dumpfbacke aus dem Kölner Dom aber enttäuscht sein. Kardinal Meisners Kriegswerbung (Frankfurter Rundschau) fordert nach Dogma No.381 den Kriegsdienst, fasten und Almosen an die heilige Kirche, absolut notwendig um den ewigen göttlichen Lohn zu garantieren:
    „Ein Volk könne nur beruhigt sein, wenn es wisse, dass die Waffen zur Verteidigung und Erhaltung des Friedens in Händen seien, deren Köpfe und Herzen um ihre Verantwortung vor Gott und der Welt wissen… In betenden Händen‘ sei die Waffe vor Missbrauch sicher“. Christenvolk bewaffnet euch, der nächste heilige Krieg kommt bestimmt

    Das ist dan alles vorbei, keine gesegneten Bomben und Raketen mehr.
    Die gerechten Kriege mit Genoziden und Ethnoziden haben zu 95% Christen mit gesegneten Waffen geführt, die Priester jagen die Gläubigen ins Elend indem sie glorreichen Kriegsdienst versprechen, die bösen Feinde verdammen, die Kriegsopfer als feige verspotten und den Überlebenden viel Geld für neue Paläste und Tempel abschwindeln. Dem bösen Feind hat die gleiche Kirche fast identische Siege und Gottes ewige Gnade zugesichert – totale Verarschung von gläubigen Idioten.

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  2. Die Kirchen sind von jeher Trittbrettfahrer der weltlichen Macht. Wo könnten sie sich wohler fühlen als in der Nähe des Militärs ? Zumal sie sich als Wasserträger der Mächtigen, auch im militärischen Dienst unseres Landes, weder um ihr leibliches noch um ihr prestige Wohl sorgen müssen. Hier bekommen sie doch das vom Steuerzahler aufgebrachte Füllhorn, randvoll in den ewig schmarotzenden Hintern gesteckt. (Wenn das kein „Extra-Hallelujah“ wert ist ? 🙂 )

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