Der Tod ist ein Meister in katholischen Krankenhäusern


Foto: picture alliance / empics
Weil ihr eine Abtreibung verweigert wurde, starb eine 31-Jährige in einer irischen Klinik an Blutvergiftung. Nun wird der Fall vor Gericht verhandelt – und im katholischen Irland heiß diskutiert.

Von Stefanie BolzenBerliner Morgenpost

Es war der Morgen des 21. Oktober vergangenen Jahres, ein Sonntag. Savita Halappanavar war in der 17. Woche schwanger, ein Wunschkind für sie und ihren Mann Praveen.

Das indische Paar hatte 2008 geheiratet und lebte im irischen Galway, sie arbeitete als Zahnärztin, er als Ingenieur. Savita war gesund, die Schwangerschaft gut verlaufen, bis zu diesem Morgen. Sie klagte über unerträgliche Rückenschmerzen, weshalb die beiden zur Universitätsklinik von Galway fuhren.

weiterlesen

2 Comments

  1. Man kennt diesen Wahnsinn bereits von den Zeugen Jehovas, wo Menschen sinnlos verbluten und die Aufpasser der Sekte wachen am Bett, damit ja kein Arzt kommt und dem Opfer irgendwie hilft.

    Zwar sind die Dogmen bei den Katholen unterschiedlich, das Resultat ist identisch, das Opfer ist tot. Glauben und Menschenrechte sind so unvereinbar wie Feuer und Wasser. So ein All-wissender im Vatikan hatte bei der ersten Cholera Impfung diese als unvereinbar mit dem christlichen Glauben verdammt: „Wer immer eine Impfung nutzt, der verläßt den Boden des Christentums und verrät seinen Glauben“

    Krankheit, Elend und Leid sind Strafen Gottes, die der Mensch in Dankbarkeit zu akzeptieren hat – sagt die Dumpfbacke von Kardinal im Kölner Dom unter dem Beifall seiner Religioten: „Es ist etwas sehr Schönes, wenn man sieht, wie die Armen ihr Kreuz tragen. Wie die Passion Christi, ist ihr Leid ein großes Geschenk für die Welt.“

    Es gibt wie in der Werbung auch Geschenke, die man besser nicht annimmt, weil irgendwelche Betrüger sich auf diesem Wege bereichern wollen

    Liken

  2. Ein weiterer Beweis, welch´ verkommener und menschenverachtender Dreckhaufen diese Schafshirten sind. Die nehmen aus ideologischen Gründen den Tod eines Menschen billigend in Kauf. Das Schicksal der jungen Frau, die auf indirekte Anweisung dieser üblen Relifatzkes sterben musste, geht mir zutiefst unter die Haut. Meines Erachtens ist die, von religiösen Institutionen angeordnete verweigerte Hilfeleistung, nichts anderes als bewußte, vorsätzliche Tötung und somit, was die Ausführenden anbelangt, mit Auftragsmord gleichzustellen. Was muß eigentlich noch alles geschehen damit blinde, dummtreue Schafe zu sehenden, denkenden und wirklich humanen Lebewesen mutieren?

    Liken

Kommentare sind geschlossen.