Österreich: Ein unverständliches Volksbegehren


Bild: orf.at
Offenbar wollen die Initiatoren der katholischen Kirche eins auswischen. Den Kollateralschaden nehmen sie in Kauf.

Von Inge BaldingerSalzburger Nachrichten

Gleich zwei Volksbegehren liegen ab kommendem Montag zur Unterschrift auf. Das eine verlangt mehr Demokratie, das andere die Abschaffung von „Kirchenprivilegien“.

Während bei erstgenanntem Begehren klar ist, was die Initiatoren antreibt, wird man beim zweitgenannten den Eindruck nicht los, dass es den Initiatoren nur darum geht, der katholischen Kirche eins auszuwischen. Der Kollateralschaden wird in Kauf genommen.

Der wäre in mehrfacher Hinsicht beträchtlich. Erstens: Die Abschaffung angeblicher Privilegien – gemeint ist damit offenbar das Konkordat – würde in der Folge die Grundrechte aller 14 (und demnächst 15) in Österreich gesetzlich anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften treffen, nicht bloß die „reiche“ katholische Kirche.

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