Vatikan verwahrt sich gegen Vorwurf der Zeitschrift „Nature“

nature Der päpstliche Kulturrat hat sich gegen den Vorwurf verwahrt, Kranken übertriebene Hoffnungen auf Therapien mit adulten Stammzellen zu machen.

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Es sei wissenschaftlich erwiesen, dass adulte Stammzellen vielversprechender für Therapien seien als embryonale, sagte Tomasz Trafny, der Leiter der „Abteilung Wissenschaft und Glaube“ des Rates, am Freitag dem italienischen Internetportal „www.tempi.it“. Er reagierte damit auf einen entsprechenden Vorwurf der renommierten englischsprachigen Zeitschrift „Nature“, den diese am Dienstag auf ihrer Internetseite erhoben hatte.

Es sei ungerecht, dass der päpstliche Rat von vielen kritisiert werde, während andere widerspruchslos Hoffnungen auf eine Heilung durch embryonale Stammzellen machten, so der polnische Geistliche. Anlass der Debatte war ein internationaler Kongress über die Perspektiven adulter Stammzellen, den der päpstliche Kulturrat in der vergangenen Woche im Vatikan veranstaltete. Nach katholischer Lehre ist nur die Forschung und Therapie mit Stammzellen von Erwachsenen, sogenannten adulten Stammzellen, moralisch zulässig. Die Verwendung embryonaler Stammzellen lehnt die katholische Kirche hingegen ab, weil ihre Gewinnung zum Tod der verwendeten Embryonen führt.

Hysterische Theologie: Überlasst Luther nicht der EKD! – Gregor Gysi verständlich

Evangelischer Historiker Prof. Heinz Schilling: Auch ein Mann wie Gregor Gysi soll die Bedeutung des Reformators verstehen – Skepsis gegenüber Luther-Botschafterin Margot Käßmann

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Der evangelische Historiker Prof. Heinz Schilling (Berlin) hat sich dagegen gewandt, das Reformationsjubiläum 2017 nur als kirchliches Ereignis zu begehen. In vier Jahren wird der 500. Jahrestag des Thesenanschlags von Martin Luther (Foto) am 31. Oktober 1517 in Wittenberg begangen, was als Auslöser der Reformation gilt. „Luther ist viel zu bedeutend, als dass man ihn der EKD überlassen könnte“, sagte Schilling in einem Interview mit der Landeszeitung Lüneburg. Luther und die Reformation hätten eine „Welt-Wirkung“ gehabt. Er müsse so gewürdigt und dargestellt werden, „dass auch dem Reformator eher fernstehende Menschen wie etwa Gregor Gysi verstehen, wie zentral ihre Identität mitgeprägt wurde durch die Geschehnisse von 1517 und der folgenden Jahre“. Gysi – er glaubt nach eigenen Worten nicht an Gott – ist Vorsitzender der Fraktion „Die Linke“ im Deutschen Bundestag. Schilling weiter: „Weil Luthers Wirkung weit über den rein kirchlichen Bereich hinausging, steht auch der Staat in der Pflicht, das anstehende Jubiläum angemessen zu begleiten. Es reicht nicht aus, den Tourismus in die mitteldeutschen Bundesländer mit Luther-Socken und Luther-Bier zu fördern.“

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Papst streicht Sonderzulage für Kardinäle der Vatikanbank

Bild:kathol.Magazin
Papst Franziskus hat den Bonus für die Kardinäle gestrichen, die über die Vatikanbank wachen. Jeder Kurienkardinal erhält ein monatliches „Gehalt“ von 5000 Euro, für das es im Laufe der Zeit unterschiedliche Bezeichnungen gab.

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Diese Kardinalszuwendung ist unterschiedslos für alle gleich, unabhängig davon, welches Amt die Kardinäle an der Kurie innehaben. Die übrigen Kardinäle erhalten ihre Zuwendungen von den Diözesen, denen sie als Bischöfe vorstehen. Bisher gab es jedoch eine Ausnahme. Die fünf Kardinäle, die als Kommissare die Vatikanbank überwachten, erhielten bisher von der Bank einen zusätzlichen Bonus von 2100 Euro monatlich.

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Frankreich:„Pressesprecherin von Jesus“ gegen Homo-Ehe

Reuters/GONZALO FUENTEs
Die „Ehe für alle“ sorgt für Hysterie. Beamte stoppten Rauferei zwischen den Abgeordneten.

kurier.at

Man weiß nicht, ob man lachen oder sich fürchten soll: Ausgerechnet in Frankreich, das sich als streng säkulare Republik definiert, sorgt die bevorstehende Legalisierung der Homo-Ehe für eine Polit-Hysterie sondergleichen.

Nur das Einschreiten kräftiger Parlamentsbeamter konnte Freitag, gegen ein Uhr Früh, bei Abschluss der Debatte in der Nationalversammlung eine Saalschlacht verhindern. Abgeordnete der bürgerlichen Opposition waren in Richtung der Bänke der Regierung gestürzt, weil sie sich durch „Gelächter“ provoziert fühlten. Schon zuvor waren einige ausgerastet: Die Regierung bestünde aus „Kindsmördern“, weil sie Homosexuellen das Recht auf Adoption einräume.

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Norbert Lammert: Der liberale Staat braucht religiöse Begründungen

Bild: wikipedia
Deutscher Bundestagspräsident eröffnete „Wormser Religionsgespräche“

kathweb

Der liberale Staat kann nach Einschätzung von Bundestagspräsident Norbert Lammert auf religiöse Begründungen nicht verzichten. Die Auffassung, Religion sei belanglos geworden und als überholt zu betrachten, sei ein weit verbreitetes Missverständnis, betonte der CDU-Politiker am Freitagabend in Worms. Er hob hervor, Religionen handelten von Wahrheiten, Politik handele dagegen von Interessen. Eine abschließende Beantwortung der Wahrheitsfrage gebe es nicht. Das mache Politik nötig und Religion möglich.

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Dear Richard Dawkins, can you hear me?

Image: Getty
I couldn’t get Richard Dawkins to reply to Theo Hobson’s excellent article on ‘the new new atheists’. Probably, he didn’t see my message.

by THE SPECTATOR

Or maybe he thought it beneath him. Or maybe like God he just doesn’t respond to all our entreaties. There’s no doubt, though, that Theo’s piece touched a nerve among the godless trolls of the web — just look at the comments section.

Theo must be on to something. The new atheist spring of the 2000s is wilting. Dawkins suddenly seems like a strange anachronism. In his place, a humbler and more honest atheism is emerging, led by brilliant minds like our very own Douglas Murray on one hand and Alain de Botton on the other. The new gentler atheism, also espoused by clever journalists such as Tanya Gold and Zoe Williams, admits the philosophical shortcomings of unbelief and recognises that religion has its merits. Amen.

cont’d