CDU und EKD: Wenn die Politik mit der Kirche ins Bett geht

Das Präsidium der CDU Deutschlands ist unter Leitung der Vorsitzenden, Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, am heutigen Montag in Berlin mit dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) unter Leitung des Ratsvorsitzenden, Dr. h.c. Nikolaus Schneider, zusammengetroffen.

EKD Presseerklärung

Auf der Agenda des Meinungsaustausches standen unter anderem Fragen der Ökumene, der Europapolitik, Grundfragen der Ethik sowie aktuelle Entwicklungen auf dem Sozialmarkt in Deutschland und Fragen der Familienförderung.

Von Seiten der EKD wurde der vielfältige Einsatz der CDU für verfolgte und bedrängte Christen in der Welt gewürdigt. Es herrschte großes Einvernehmen, dass sich das besondere Verhältnis von Staat und Kirche in Deutschland überaus bewährt habe.

Einig waren sich beide Seiten in der Diskussion über den Gesetzentwurf zur Strafbarkeit der gewerbsmäßigen Förderung der Selbsttötung, dass über den vorliegenden Entwurf hinaus eine Strafbarkeit jeder geschäftsmäßigen Suizidbeihilfe notwendig sei.

Das etwa zweistündige Spitzengespräch im Konrad-Adenauer-Haus fand in freundschaftlich-offener und vertrauensvoller Atmosphäre statt. Zuletzt waren der Rat der EKD und die Spitze der CDU am 11. Mai 2011 im Haus der EKD am Berliner Gendarmenmarkt zusammengetroffen.
Hintergrund:

Für das Präsidium der CDU nahmen an dem Gespräch teil:

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (Vorsitzende), Hermann Gröhe (Generalsekretär); die stellvertretenden Vorsitzenden Julia Klöckner, Armin Laschet, und Thomas Strobl; die Präsidiumsmitglieder Emine Demirbüken-Wegner, Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht, Philipp Mißfelder und Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble; Thomas Rachel, Bundesvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU; Dr. Maria Flachsbarth, Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
Für den Rat der EKD nahmen an dem Gespräch teil:

Dr. h.c. Nikolaus Schneider (Vorsitzender des Rates der EKD), Landesbischof Jochen Bohl (Stellvertretender Vorsitzender des Rates der EKD), Tabea Dölker, Uwe Michelsen, Marlehn Thieme und Prof. Gesine Weinmiller. Außerdem nahmen für die EKD nahmen teil: Dr. Günther Beckstein (Vizepräses der Synode der EKD), Dr. Hans Ulrich Anke (Präsident des Kirchenamtes der EKD), Oberkirchenrat Johannes Stockmeier (Präsident der Diakonie Deutschland), Dr. Stephan Iro (Stellvertretender Bevollmächtigter des Rates der EKD bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union). Oberkirchenrätin Katrin Hatzinger (EKD Büro Brüssel).
Hannover/Berlin, 22. April 2013

Pressestelle der EKD
Reinhard Mawick

‚Katholiken-Hasser raus aus den Talkshows!‘

Respekt_Christen

David Berger will ihnen keinen Raum mehr geben: Gabriele Kuby, Martin Lohmann und Katherina Reiche. Weil sie gegen die Gleichstellung und das Adoptionsrecht für Homosexuelle sind.

Von Klaus Kellekath.net

„Katholiken-Hasser raus aus den Talkshows!“ Würde ich so eine Forderung stellen, gäbe es Prügel von allen Seiten. Wie verbohrt und intolerant man sein kann, würde ich dann gefragt. Wahrscheinlich würde man mich bezichtigen, einer Meinungsdiktatur das Wort zu reden. Aber ich erhebe eine solche Forderung gar nicht – anders, als Kirchenkritiker David Berger, der „Homohasser“ aus Fernsehsendungen ausschließen will. Und wer „Homohasser“ ist, definiert natürlich er.

Der aktuelle Berger-Text auf einer Internetpräsenz der „Gay Community“ macht sprachlos. Einerseits dokumentiert er ein erschreckendes Nicht-Verständnis der Bedeutung von Meinungsfreiheit für eine offene Gesellschaft. Andererseits stellt der Autor perfide Zusammenhänge zwischen Gegnern der Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften mit der Ehe und gewalttätigen Übergriffen her.

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Die Nonne und der Kindesraub

Foto: Reuters
Jahrzehntelang wurden Neugeborene ihren Müttern entwendet und zur Adoption freigegeben. María Luisa Torres fand ihr Kind nach 30 Jahren wieder.

Von Reiner Wandlertaz

„29 Jahre“, stammelt María Luisa Torres. „Meine Tochter.“ Heulend schließt sie die jüngere Frau in ihre Arme. „Mama“, antwortet Pilar Alcade. Diese Szene spielte sich am 30. Juni 2011 live im Mittagsprogramm des Privatsenders Antena 3 ab. „Wenn ich die Aufnahmen sehe, bekomme ich noch immer weiche Knie“, sagt María Luisa Torres und strahlt übers ganze Gesicht. „Seit ihrer Geburt am 31. März 1982 hatte ich meine Tochter gesucht.“

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DIE GRÜNEN: Alternativlos in die sozial-esoterische Teilhabe?

Die_GruenenBundestagswahljahr 2013. Entsprechend bringen die Parteien ihre Wahlprogramme auf Vordermann. Am kommenden Wochenende nun wollen die GRÜNEN/Bündnis90 über ihr Programm zur Bundestagswahl abstimmen.

Die Öko-Partei, längst in der politischen Mitte der Gesellschaft angekommen macht sich stark und mit Barbara Steffens wissen wir dass es Themen sind wie Alternativmedizin, Homöopathie, Anthroposophische Medizin welche über die sogenannte „Solidargemeinschaft“ finanziert werden sollen. Dagegen steht die evidenzbasierte Medizin, ein selbsterklärender Begriff, sollte man meinen. Den grünen Polit-Schamanen ist das nicht genug.
In der Bundesdelegiertekonferenz steht das Parteiprogramm zur Wahl, dort heißt es im Kapitel „G) Teilhaben an sozialer Sicherung“

„Patientinnen und Patienten müssen Wahlmöglichkeiten zwischen den unterschiedlichen Behandlungsarten auch unter Einbeziehung anerkannter alternativer Behandlungsmethoden haben

Eine sehr dehnbare Formulierung, sie kann aber als Bezugnahme auf den „Binnenkonsens“ der „Alternativmedizin“ interpretiert werden.

Es wird erfreulicher. Der Kreisvorstand Hagen, noch nicht im Zuckerkügelchen-Sumpf der Glaubuli-Fundamentalisten ersoffen, stellt den Antrag BTW-S-01-165.

In Z. 165/166 ist die Formulierung „unter Einbeziehung anerkannter alternativer Behandlungsmethoden“ mit dem Adjektiv „wissenschaftlich“ zu ergänzen. Die Formulierung soll lauten: „unter Einbeziehung wissenschaftlich anerkannter alternativer Behandlungsmethoden“

Begründung

In den beiden Abschnitten ab Z. 167 bzw. Z. 174 bekennen wir uns richtigerweise zu wissenschaftlich validierten Wirksamkeits- und Nutzenbewertungen für Medizinprodukte, Behandlungsmethoden und Arzneimittel. Gerade im Bereich der alternativen Behandlungsmethoden muss sichergestellt sein, dass von diesen tragfähigen Standards nicht abgewichen werden kann, wenn die Solidargemeinschaft zukünftig mit den Kosten solcher Behandlungsformen belastet werden soll.

Folgt man den im Antrag genannten wissenschaftlich validierten Wirksamkeits-und Nutzensbewertungen wird schnell klar, da bleibt nichts mehr übrig, von alternativen Heilmethoden, Schamanentum und Wunderheilerpraxis.

Der zweite Antrag(Kreisvorstand Freiburg), mit der Nummer BTW-S-01-165-1 postuliert nun:

Ersetze „auch unter Einbeziehung alternativer Behandlungsmethoden“ durch: „haben, sofern diese nach den Kriterien der evidenzbasierten Medizin anerkannt sind.“

Begründung

Die bisherige Formulierung verlangt, dass Patientinnen und Patienten auch Zugang zu anerkannten „alternativen“ Behandlungsmethoden haben, aber ohne zu klären, was mit diesem Begriff gemeint ist. Alternativ zu was? Vermutlich ist hier die „Schulmedizin“ gemeint, die aber als Begriff genauso wenig definiert ist. Wesentliches und einziges Kriterium dafür, ob Patientinnen und Patienten Zugang zu bestimmten Methoden haben sollen, sprich: ob die gesetzliche Krankenversicherung die Methode in den Leistungskatalog der beitragsfinanzierten Angebote übernehmen muss, sollte die Anerkennung der Methode nach fachlich-wissenschaftlichen Standards der Evidenzbasierten Medizin sein. Dies schließt eine gemeinsame Entscheidungsfindung unter Einbeziehung des Stands der Wissenschaft, der Präferenzen der Patientin/des Patienten und der Erfahrung des/der Behandelnden ein. Allein die wissenschaftliche Methode ist geeignet, einen ausreichenden Grad an Objektivität herzustellen, der davor schützt, dass Methoden ohne Nutzennachweis mit Kassenmitteln finanziert werden müssen. Durch die vorgeschlagene Formulierung wird der unklare Begriff „alternativ“ überflüssig, ohne die Behandlungsmethoden a priori auf die „Schulmedizin“ zu beschränken. Der Begriff der „anerkannten“ Methoden wird präzisiert.

Deutlicher kann man es nicht formulieren. Insider, die, die hierarchischen Hinterzimmer-Spielchen, durchaus kein Alleinstellungsmerkmal grüner Politiker, kennen befürchten nun, dass folgender Antrag die Mehrheit der Bundesdelegiertenkonferenz finden wird.

Herr Andreas Roll, Mitglied im Kreisvorstand Ludwigsburg spricht nun schon von „qualifizierter homöopathischer Behandlung.“

Antragsnummer: BTW-S-01-166-2
AntragstellerIn: Andreas Roll KV Ludwigsburg
Änderungsantrag zu BTW-S-01

Nach Zeile 166 („Patientinnen und Patienten müssen Wahlmöglichkeiten zwischen den unterschiedlichen Behandlungsarten auch unter Einbeziehung anerkannter alternativer Behandlungsmethoden haben.“) wird der folgende Satz eingefügt:

„Dabei machen wir uns auch stark für den allgemein freien Zugang zu jeder Allgemeinärztin und jedem Allgemeinarzt unabhängig von einer Kassenzulassung.“

Begründung:

Die berechtigte grüne Forderung nach Wahlmöglichkeiten bei den Behandlungsarten bleibt wirkungslos, wenn wir den Patientinnen und Patienten weiterhin die entsprechenden ärztlichen Strukturen versperren.
Gerade in den anerkannten und wirksamen alternativen Therapierichtungen wie z.B. der klassischen Homöopathie, ist diese Wahlfreiheit innerhalb der kassenvertragsärztlichen Versorgung nicht gewährleistet. Eine qualifizierte homöopathische Behandlung wird bisher fast ausschließlich privatärztlich erbracht, auch wenn viele Kassenärztinnen und -ärzte diese Therapierichtung aus Marketinggründen formal anbieten.
Keiner Patientin und keinem Patienten wird deshalb die Einschränkung der Wahl auf ÄrztInnen innerhalb eines Monopols der Kassenärztlichen Vereinigung gerecht. Die Krankenkassen müssen verpflichtet werden, auch die Kosten anerkannter alternativer Therapieverfahren zu übernehmen. Damit wird eine tatsächliche Wahlfreiheit für alle Patientinnen und Patienten unabhängig von deren sozialem Status sichergestellt.

Die beiden vernünftigen Änderungsanträge haben wohl keine Chance auf dem Parteitag angenommen zu werden, dort wird die Unvernunft grassieren und die Idiotie fröhliche, alternative Urständ feiern.

Zum Abschluss möchte ich Prof. Edzard Ernst zu Worte kommen lassen. In einem Interview mit dem Schweizer “Tagesanzeiger” sprach Prof. Edzard Ernst über tatsächlich wirkungsvolle Komplementärmedizin, den Placebo-Effekt bei Säuglingen, mittelalterliche Homöopathie-Mythen und den aktuellen Stand der Forschung.

Demnach ist Prof. Ernst überzeugt, dass

“die Homöopathie auf Grund der heutigen Datenlage eine widerlegte Methode ist. Die wissenschaftlichen Methoden sind zwar nicht geeignet, einen Negativbeweis zu erbringen. Aber irgendwann kommt man zum Punkt, an dem man die Wirkungslosigkeit einer Methode eingestehen muss. […]

Denn über alle 200 vorliegenden Studien betrachtet ist die Wirkung der Homöopathie nicht belegt. Ihre beiden Hauptprämissen – starke Verdünnung soll stärkere Effekte bringen und Ähnliches soll mit Ähnlichem geheilt werden – sind wissenschaftlich nicht haltbar. […]

Wir haben uns deshalb zu folgender Wette entschlossen: Wenn jemand den wissenschaftlichen Nachweis für die Wirksamkeit der Homöopathie liefert, zahlen wir ihm 100.000 Dollar. Das Angebot besteht seit einem Jahr. Abgeholt wurde das Geld bisher nicht.”

Vielleicht sollte sich Herr Andreas Roll um die ausgelobten 100KUS$ bewerben.

Danke für den Tipp. 😉

The sex manual for ultra-Orthodox Jews

Bild: BBC
Sex is a touchy subject – not least among Israel’s highly conservative ultra-Orthodox Jews. But a therapist in Jerusalem has written a sex guide aimed specifically at this community.

By Daniel EstrinBBC NEWS MAGAZINE

There used to be a sex shop on the way to Dr David Ribner’s office in central Jerusalem.

The sign is still there – with big red letters spelling out „Sex Shop, Sex, Love“ – but you can barely read it because it’s been scratched out.

The shop went out of business. Now there’s just one sex shop left in Jerusalem. No surprise for a city brimming with the pious.

Things are quite different in Ribner’s discreet office. Here, there is a row of boxes packed with lubricants, vibrators and massage oils, and an unusual collection of books on the wall – The Joy of Sex and The Guide to Getting It On sit side-by-side with volumes of Jewish religious texts.

I tell Ribner I’ve never seen a bookshelf quite like it. „There probably aren’t any,“ he says.

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ACHTUNG: Bayrischer Innenminister vertraut auf Gott

Bild: wikipedia
350 Gäste beim Jahresempfang der Christlichen Polizeivereinigung – Katholische Unternehmerin Christiane Underberg: Auf Gottes Führung bauen und das Leben im Geiste Jesu Christi gestalten. Dies sei für das ewige Leben entscheidend.

kath.net

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (Foto) hat vor der Illusion gewarnt, die Polizei könne eine absolute Sicherheit garantieren. Der CSU-Politiker sprach auf dem Jahresempfang der Christlichen Polizeivereinigung (CPV) am 18. April in Nürnberg. Daran nahmen mehr als 350 Vertreter von Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik, Behörden, Unternehmen und Kirchen teil.

Nach Herrmanns Worten hat Deutschland dank einer hervorragenden Polizeiarbeit im Vergleich zu anderen Ländern eine geringe Kriminalitätsrate und eine hohe Aufklärungsquote. In der Bevölkerung genieße die Polizei großes Ansehen.

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Linker Laizismus und Obskurantismus nach Lafontaine und Ramelow

Im Entwurf des Wahlprogramms der Linkspartei stehen auch kirchenkritische Forderungen. Gespräch mit Ralf Michalowsky

Interview Peter Wolter jW

Ralf Michalowsky ist ­Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft ­Laizismus der Linkspartei in Nordrhein-Westfalen

Die Linkspartei hatte sich bisher in Sachen Religions- und Kirchenkritik zurückgehalten – setzt der Ende vergangener Woche in Berlin vorgestellte Entwurf des Wahlprogramms neue Akzente?

»Zurückgehalten« ist wohl nicht das treffende Wort, immerhin war es Die Linke, die im Bundestag eingefordert hat, daß auch für die 1,3 Millionen kirchlich Beschäftigten normale Arbeitnehmerrechte gelten. Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Laizismus in NRW hatte ursprünglich einen Katalog von 32 Forderungen zur Trennung von Staat und Kirche erarbeitet – die haben wir auf fünf eingedampft.

Welche wären das?

Erstens: Das Betriebsverfassungs- und das Antidiskriminierungsgesetz haben auch für den kirchlichen Bereich zu gelten. Zweitens: Abschaffung der staatlich finanzierten Militärseelsorge. Drittens: Entschädigungslose Ablösung der 200 Jahre alten Staatsverträge. Die sehen nämlich vor, daß die Kirchen Anspruch auf Leistungen des Staates haben. Bischöfe und Kardinäle z.B. bekommen bis zum Lebensende Staatssekretärsgehälter, zusätzlich Dienstwagen mit Fahrer und freies Wohnen. Wenn man alle Bundesländer zusammenrechnet, ergibt allein dieser Posten 286 Millionen Euro im Jahr.

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Gericht: Religionsunterricht auch gegen Willen der Mutter

jesus_schaukelBegründung des Gerichtes argumentiert: Kinder erhalten im Religionsunterricht fundiertes Wissen über Herkunft und Bedeutung religiöser Feste oder den Gottesbezug in der nordrhein-westfälischen Landesverfassung

kath.net

Auch gegen den Willen eines Elternteils dürfen Kinder am Religionsunterricht und am Schulgottesdienst teilnehmen. Das entschied das Oberlandesgericht Köln am Donnerstag.

Im konkreten Fall stritten sich laut Gericht die getrennt lebenden und gemeinsam sorgeberechtigten Eltern, ob die beiden 6-jährigen Kinder am Religionsunterricht der Grundschule teilnehmen sollen.

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Beschneidungs-Propaganda: „Mazel Tov!“ – lege artis? Es darf gezweifelt werden

Foto: Georg Moritz
Zwischen Sushi, koscherem Wein und Klezmer: Wir waren zu Gast bei der Beschneidung von Mendel, dem Sohn von Rabbi Yehuda Teichtal.

Von Claudia KellerDER TAGESSPIEGEL

Sie haben die schwarzen Anzüge aufgebügelt und schicke Blusen und Röcke angezogen. Denn heute ist ein Festtag. Heute wird der Sohn von Rabbiner Yehuda Teichtal beschnitten. 400 Gäste sind um kurz nach 14 Uhr in die Münstersche Straße in Wilmersdorf gekommen, Freunde, Bekannte, Verwandte, Rabbiner aus Deutschland und Polen. Sie alle drängen nun in die Synagoge. Vorne auf dem Toratisch breitet Menachem Fleischmann, der Mohel, Scherchen aus und ein silbernes Messer. Fleischmann ist aus Israel eingeflogen, seit 36 Jahren ist er professioneller jüdischer Beschneider.

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Kirchenkonzerne auf den Marktplätzen der Gegenwart

(Bild: Josef Bossart, 2011)
(Bild: Josef Bossart, 2011)
„Neue Medien für das Evangelium“: Unter diesem Motto findet in der Schweiz am 4./5. Mai der Mediensonntag der katholischen Kirche statt. Im Mittelpunkt stehen die sozialen Netzwerke wie Facebook oder Twitter. „Twitterabt“ Martin Werlen ruft dazu auf, die Botschaft der Kirche auf diesen „Marktplätzen unserer Zeit“ glaubwürdig und überzeugend zu verkünden. – Die Medienkollekte dient der Unterstützung katholischer Medien in der Schweiz, in der Deutschschweiz insbesondere des Katholischen Mediendienstes und der Presseagentur Kipa.

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Eine „heilsame Herausforderung“ für alle Getauften sieht Abt Martin Werlen in den sozialen Netzwerken. Wer gehöre werden wolle, müsse zuerst einmal selber Hörender sein, dürfe also nicht von oben herab reden, sondern müsse mit den Menschen auf dem Weg sein, schreibt der Vertreter der Schweizer Bischöfe in der Kommission für Kommunikation und Medien in seinem Brief zum Mediensonntag an Pfarreien, Ordensgemeinschaften und kirchliche Medienstellen.

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