Der homosexuelle Friede mit der katholischen Kirche


Bild: hinnerk.de
Holger Doetsch ist Rhetoriktrainer, Hochschullehrer, Autor und Publizist.

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Nach Ausbildung und nachfolgender Tätigkeit bei der „Deutschen Bank“ folgte der Wechsel in die Wirtschaftsredaktion der Koblenzer „Rhein-Zeitung“. Seit 2000 ist Doetsch auch Dozent für PR (Fachgebiet: Krisen-PR), Journalismus und Internationale Medienwirtschaft; Rhetorik-Coach; Texter u. a. für die Agentur MIC GmbH in Köln tätig. Es folgten verschiedene Bücher und zahlreiche Publikationen in verschiedenen Zeitungen (Zeit, taz, Frankfurter Rundschau, Tagesspiegel ua.) Und Holger Doetsch ist bekennender Homosexueller und Katholik. Kath.net führte mit ihm das folgende Interview:

kath.net: Herr Doetsch, danke für die Bereitschaft zum Interview. Sie bekennen sich öffentlich zu Ihrer Homosexualität. Die katholische Kirche aber spricht im Katechismus von homosexueller Neigung, die in sich nicht in Ordnung ist. Gleichwohl, so sagt es unsere Kirche auch, müsse man Homosexuellen mit Achtung und Taktgefühl begegnen. Sind Sie da eigentlich gerne Mitglied der Katholischen Kirche?

Doetsch: Ja! Weil ich mich im Leben nicht ständig um das Thema Sexualität drehe wie es nicht wenige Homosexuelle tun. Ich betrachte meine Kirche als Ganzes, nicht nur kritische Punkte, sondern auch die vielfältig guten Dinge, die sie leistet, zum Beispiel ihr Engagement für arme Menschen in der Welt. Im übrigen bedeutet Gott und die Katholische Kirche für mich Heimat und Zuflucht. Äußerungen hingegen von kirchlichen Würdenträgern zur Homosexualität, die so gar nichts mit “Achtung und Taktgefühl” zu tun haben, werden von mir ebenso öffentlich kritisiert wie die Tatsache, dass es keine einzige Weltreligion gibt, die derart unsachlich und unverschämt kritisiert und diffamiert wird, wie es bei der Katholischen Kirche der Fall ist.

Mein klares “Ja!” auf Ihre Frage resultiert übrigens auch daraus, dass ich an die “ecclesia semper reformanda” fest glaube. Wir sind Mitglied in einer Kirche, die eine immer zu erneuernde Kirche ist und bleiben wird.

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3 Comments

  1. Er wird es auch noch lernen. Wenn seine Karriere im Arsch ist und er als Bauernopfer abgeschossen wird. Auch die Konterrevolution frisst ihre eigenen Kinder – oder versucht es zumindest wie bei David Berger.

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  2. Dem weltfremden Träumer ist wirklich nicht zu helfen. Egal, in spätestens 100 Jahren kräht auch nach dem kein Hahn mehr. 😉

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