Opus Dei: Der Mount Everest des Glaubens

Foto: Georg Moritz
Innerhalb der katholischen Kirche gilt das Opus Dei als reaktionäres Schreckgespenst. Und außerhalb als Geheimbund. Es fehle an Transparenz, und der politische Einfluss sei groß. Doch nun öffnet sich die Organisation, die ihren Mitgliedern viel abverlangt.

Von Claudia KellerDER TAGESSPIEGEL

Die Villa im Berliner Stadtteil Grunewald ist nicht zu übersehen. Sie steht direkt an einer Kreuzung, die Hecke außenrum ist niedrig geschnitten. Ein Messingschild an der Tür weist den Weg zum „Informationsbüro der Prälatur Opus Dei in Deutschland“. Ein paar Stufen hoch und da ist auch schon Horst Hennert, der Hausherr, im Foyer. Er hält den Kopf leicht schief und zieht die Schultern nach oben. Freundliches Lächeln. Er ist ein wichtiger Strippenzieher der Organisation und wirkt fast schüchtern. Es ist ein weitläufiges Haus.

Vor zehn Jahren ist Hennert nach Berlin gekommen, um mit einer Handvoll Eltern in Potsdam eine Jungenschule zu gründen.

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Mother Theresa’s Masochism: Why does religion fetishize pain?

Passive acceptance or even glorification of suffering can be adaptive when people have no choice. But why does so much religion — particularly Catholicism — fetishize pain?

By Valerie TaricoAlterNet

With a new Pope at the helm, the Catholic hierarchy has set about to polish its tarnished image. Can an increased focus on the poor make up for the Church’s opposition to contraception and marriage equality or its  sordid financial and sexual affairs? The Bishops can only hope. And pray.  And perhaps accelerate the sainthood of Agnes Gonxha, better known as Mother Teresa.

In the last century, no one icon has improved the Catholic brand as much as the small woman who founded the Missionaries of Charity, whose image aligns beautifully with that of the new pope. In March a team of Canadian researchers  noted the opportunity: “What could be better than beatification followed by canonization of [Mother Teresa] to revitalize the Church and inspire the faithful, especially at a time when churches are empty and the Roman authority is in decline?”

The question, however, was more than a little ironic. The  team of academics from the Universities of Montreal and Ottawa set out to do research on altruism. In the process, they reviewed over 500 documents about Mother Teresa’s life and compiled an array of disturbing details about the soon-to-be saint, including dubious political connections and questionable management of funds—and, in particular, an attitude toward suffering that could give pause to even her biggest fans.

Passive acceptance or even glorification of suffering can be adaptive when people have no choice. As the much loved Serenity Prayer says, “Grant me the serenity to accept the things I cannot change.” This attitude of embracing the inevitable is built into not only Christianity but also other religions, especially Buddhism. But passive acceptance of avoidable suffering is another thing altogether, which is why the prayer continues, “. . . the courage to change the things I can; and the wisdom to know the difference.”

By even her own words, Mother Teresa’s view of suffering made no distinction between avoidable and unavoidable suffering, and instead cultivated passive acceptance of both. As she  put it, “There is something beautiful in seeing the poor accept their lot, to suffer it like Christ’s Passion. The world gains much from their suffering.”  Or consider this anecdote from her life:

One day I met a lady who was dying of cancer in a most terrible condition. And I told her, I say, „You know, this terrible pain is only the kiss of Jesus — a sign that you have come so close to Jesus on the cross that he can kiss you.“ And she joined her hands together and said, „Mother Teresa, please tell Jesus to stop kissing me.”

Mother Teresa’s outlook on suffering played out in her order’s homes for the sick and dying, which doctors have described as deficient in hygiene, care, nutrition, and painkillers. Miami resident Hemley Gonzalez was  so shocked by his volunteer experience that he has founded an  accountable charity to provide better care. „Needles were washed in cold water and reused and expired medicines were given to the inmates. There were people who had chance to live if given proper care,“ . . . „I have decided to go back to Kolkata to start a charity that will be called ‚Responsible Charity.‘ Each donation will be made public and professional medical help will be given,“ Gonzalez said after returning to the U.S. He also launched a  Facebook page called, “Stop the Missionaries of Charity.”

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Religionsmonitor Bertelsmann: Leben ohne Gott

picture alliance
Die Religiosität der Bevölkerung geht in Deutschland seit Jahrzehnten zurück. Das belegt auch der neueste „Religionsmonitor“ der Bertelsmann-Stiftung. Was bedeutet das für den Zustand der Gesellschaft?

Von Matthias SchlegelCicero

In den alten Bundesländern geben gerade noch 22 Prozent der Befragten an, mindestens einmal im Monat einen Gottesdienst, einen Tempel oder das Freitagsgebet zu besuchen oder an sonstigen spirituellen Handlungen teilzunehmen. Im Osten Deutschlands sagen das gar nur noch zwölf Prozent, also etwa halb so viele, über sich. 24 Prozent der Befragten im Westen beten nach eigenem Bekunden regelmäßig, also täglich – genauso viele gaben dort an, niemals zu beten. Im Osten liegt die Zahl der regelmäßig Betenden bei zwölf Prozent – zwei Drittel der Befragten tun das niemals. Immerhin glaubt im Westen noch etwa jeder Zweite „ziemlich“ beziehungsweise „sehr“ daran, dass Gott, Gottheiten oder etwas Gottähnliches existieren.

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Muslimische Frauen gegen Femen: „Du brauchst mich nicht zu befreien.“

Bild: ap
Die Femen-Aktivistinnen protestieren für die Frauenrechte. Auch von islamischen Frauen. Davon fühlen sich einige Muslima bevormundet – und wehren sich.

Von Cigdem Akyoltaz

Der Feind trägt ein Kopftuch oder hat einen Penis. Der Feind an diesem 8. April heißt Wladimir Putin. Als der russische Präsident mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über die Hannover-Messe spaziert, ist der Zeitpunkt gekommen, ihn anzufallen. Und am Ende ist alles wie immer: Fünf Frauen mit nacktem Oberkörper, auf den sie „Fuck dictator“ gepinselt haben, und mit Blumen im Haar rennen schreiend auf die Delegation zu. Sicherheitsleute halten sie auf, sie brüllen weiter und werden abtransportiert. Putin wirft ihnen einen anzüglichen Blick zu und sagt später: „Mir hat es gefallen.“

„Putin hatte Angst. Der fürchtet sich vor nackten Frauen“, sagt Alexandra Shevchenko.

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Zollitsch will Frauen als Diakone

Robert Zollitsch
Robert Zollitsch (CC-by-sa/3.0/de by Schwarzwälder)
Die katholische Kirche hat einen neuen Papst – und könnte sich ändern: Erzbischof Zollitsch will Frauen als Diakone zulassen. Auch die Situation von geschiedenen Katholiken und das Verhältnis der Kirche zu Homosexuellen sollen nach Ansicht des Vorsitzenden der Bischofskonferenz verbessert werden.

SpON

Die wegen ihrer starren Positionen seit Jahren kritisierte katholische Kirche zeigt sich plötzlich reformbereit: Robert Zollitsch, Freiburger Erzbischof und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, hat zum Abschluss der Diözesanversammlung in Freiburg einen neuen Kurs verkündet und die Kirche dazu aufgefordert, die angestoßene Reformdebatte fortzuführen. „Ich stehe dafür ein, dass die Themen auf dem Tisch und damit präsent bleiben“, sagte er. Die katholische Kirche könne nur durch Veränderung Glaubwürdigkeit und Stärke zurückgewinnen.

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Sex, Socken, ZdK-Lügen und Papst Benny

Bild: vitajesu.wordpress.com
Papst Benedikt als Lachnummer des ZdK: Er habe, so behauptete Vizepräsidentin Lücking-Michel wahrheitswidrig, Priestern die Füße „mit angezogenen Socken“ gewaschen und damit die Verkrampftheit kirchlicher Sexualmoral demonstriert… Updates

kath.net

Die Vizepräsidentin des ZdK (Zentralkomitee der deutschen Katholiken), Claudia Lücking-Michel, hat bei der Vollversammlung des ZdK am Samstag in einem Referat über die „Zukunftshorizonte christlicher Sexualethik“ die „Verkrampftheit“ kirchlicher Sexualethik mit einer „Socken-Lüge“ veranschaulicht, wie
blog.peter-winnemoeller.de und andere Internetblogger am Samstag berichten.

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Bischof Huonder: Papst „konservativer, als viele denken“

antichrist_vatikanIn einem Interview mit der Schweizer Sonntagszeitung vom 21. April 2013 sagte der Churer Bischof Vitus Huonder: „Der neue Papst bringt einen ursprünglichen Glauben mit, der nicht unbedingt jene Reformen nach sich zieht, die einige hier erwarten. Wir dürfen nicht die Probleme, die wir in Europa haben, auf ihn übertragen. Ich glaube, er ist konservativer, als viele denken.“

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Amigo-Bayern: Polit-religiöser Familiensumpf in der CSU

br.de
Nach dem Rücktritt von CSU-Fraktionschef Georg Schmid gerät jetzt auch der Chef des Haushaltsausschusses, Georg Winter (CSU), immer stärker unter Druck.

Augsburger Allgemeine

Der Grund: Winter hatte wie berichtet Ende 2000 seine beiden damals 13- und 14-jährigen Söhne auf die Schnelle unter Vertrag genommen – als dies gerade noch erlaubt war. Strittig ist, ob der 13-Jährige laut Jugendschutzrecht den Computer seines Vaters warten durfte. Leichte Tätigkeiten seien auch in diesem Alter zulässig, sagte Zoran Gojic, Sprecher des Landtags. „Wir hoffen, dass wir bis Montag mehr wissen.“ Dass Winter 10 000 Euro ans Parlament zurückzahlen soll, wie kolportiert wurde, trifft nicht zu. „Es gibt keine Forderung des Landtags, es gibt keine Summe.“

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Foto: dpa
Die CSU-Abgeordnete Dorothee Bär hat ihren späteren Ehemann angestellt. In einer Erklärung auf ihrer Website weist sie Filz-Vorwürfe zurück.

Frankfurter Rundschau

Nach dem Rücktritt des bayerischen CSU-Landtagsfraktionschefs Georg Schmid setzt sich die Vize-Generalsekretärin der Partei, Dorothee Bär, gegen den Vorwurf der Vetternwirtschaft zur Wehr. Bär veröffentlichte am Sonntag auf ihrer Internet-Seite eine Erklärung, in der sie mitteilt, ihren heutigen Ehemann Oliver bis kurz vor der Hochzeit 30 Monate lang als Mitarbeiter in ihrem Bundestags-Büro beschäftigt zu haben. Die familienpolitische Sprecherin der CSU im Bundestag und der Jurist heirateten Anfang 2006.

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