Opus Dei: Der Mount Everest des Glaubens


Foto: Georg Moritz
Innerhalb der katholischen Kirche gilt das Opus Dei als reaktionäres Schreckgespenst. Und außerhalb als Geheimbund. Es fehle an Transparenz, und der politische Einfluss sei groß. Doch nun öffnet sich die Organisation, die ihren Mitgliedern viel abverlangt.

Von Claudia KellerDER TAGESSPIEGEL

Die Villa im Berliner Stadtteil Grunewald ist nicht zu übersehen. Sie steht direkt an einer Kreuzung, die Hecke außenrum ist niedrig geschnitten. Ein Messingschild an der Tür weist den Weg zum „Informationsbüro der Prälatur Opus Dei in Deutschland“. Ein paar Stufen hoch und da ist auch schon Horst Hennert, der Hausherr, im Foyer. Er hält den Kopf leicht schief und zieht die Schultern nach oben. Freundliches Lächeln. Er ist ein wichtiger Strippenzieher der Organisation und wirkt fast schüchtern. Es ist ein weitläufiges Haus.

Vor zehn Jahren ist Hennert nach Berlin gekommen, um mit einer Handvoll Eltern in Potsdam eine Jungenschule zu gründen.

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