Mehrheit der Muslime für Anwendung der Sharia


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Eine Mehrheit der Muslime in der Welt will laut einer Studie die Anwendung des islamischen Gesetzes der Sharia in ihrem Land.

Kleine Zeitung

Allerdings zeigte die Umfrage zu den 1,6 Milliarden Muslimen weltweit erhebliche Unterschiede zwischen den Ländern, wie das Forschungsinstitut Pew bei der Vorstellung der Studie „Religion, Politik und Gesellschaft“ am Dienstag erklärte.

So bejahten 99 Prozent der Befragten in Afghanistan die Anwendung der Sharia, während es in der früheren Sowjetrepublik Aserbaidschan nur acht Prozent waren. Zudem gingen die Meinungen auseinander, in welchen Bereichen die Sharia angewandt werden sollte. Vor allem in Ländern, in denen es bereits Sharia-Gerichte gibt, wird ihre Anwendung in Fragen des Familien- und des Grundrechts, nicht aber des Strafrechts gewünscht. Die Hinrichtung von Konvertiten und Körperstrafen wie Auspeitschen und Handabhacken wurde demnach in den meisten Ländern nur von einer Minderheit befürwortet, nur in Afghanistan und Pakistan gab es dafür breite Zustimmung.

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