Nonne Megan Rice, 83, bricht in US-Atomlager ein


AP
Sie will ein Zeichen setzen gegen Krieg: Die 83-jährige amerikanische Nonne Megan Rice bricht in eine Uran-Anlage ein und besprüht sie mit Bibelsprüchen. Jetzt drohen ihr 20 Jahre Haft. Unglücklich ist sie deswegen nicht.

Von Frauke Lüpke-Narberhaus SpON

Zweieinhalb Stunden hat das Gericht am Mittwoch beraten, dann erklärte es Megan Rice für schuldig. Schuldig, die nationale Sicherheit gefährdet zu haben. Schuldig, weil sie in den Y-12 National Security Complex eingedrungen ist, eine Atomanlage im amerikanischen Oak Ridge, Tennessee. Megan Rice ist 83 Jahre alt, etwas kurzatmig und Nonne. Vielleicht muss sie bald 20 Jahre ins Gefängnis.

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3 Comments

  1. Die US Nonne Schwester Megan Rice: “ „I wish to live without war“. Sie habe kein schlechtes Gewissen, sagte Schwester Megan laut Nachrichtenagentur AP vor Gericht. Im Gegenteil zeige sie sich hocherfreut, so weit (ins Lager hinein) gekommen zu sein. Nein, sie habe auch wegen dieser Aktion nicht den katholischen Bischof um Erlaubnis bitten müssen. Ob das nicht anständiger gewesen wäre, fragte der Staatsanwalt? „Ich habe mir in meinem Leben schon viel Unhöfliches zuschulden kommen lassen“, antwortete Schwester Megan.“ Chapeau 🙂

    Auch der „Arme Franz von Buenos Aires“ kann inzwischen ein Lied davon singen, er hat kürzlich ca. 57.000 renitente US Nonnen einen Maulkorb verpasst, die bekämen nun -sexistisch wie von den Kirchenlehrern in solchen Fällen vorgesehen – von US Bischöfen beim „Denken“ geholfen. 😉

    Auf dem Eifel-Flugplatz Büchel lagern immer noch um die 20 Atombomben -stärker als die auf Hiroshima/Nagasaki abgeworfenen – aus dem Kalten Krieg. Nach dem Untergang der UdSSR zogen die Amerikaner ihre eigenen Massenvernichtungswaffen auf Druck des US Kongress ab, denn in Europa seien diese nun zu unsicher. Die US Militärs griffen zur List, „Deutschland wolle seine 20 US-Atombomben nicht rausrücken.“ wurde dem Kongress gesagt. 😉

    Der Bonner Aussenminister Westerwelle versprach den Rheinländern trotzdem den Abzug dieses mörderischen Zeugs und erreichte sogar eine entsprechende Bundestagsresolution, die den Abtransport vom Büchel fordert. Als Westerwelle und Merkel bei den „Freunden“ in Washington vorsprachen, lernten sie „ja die auf dem Büchel gelagerten Atombomben sind so unsicher, wie die aus Ramstein entfernten. Aber die würden nun für mehrere Millionen US$ besser „einsetzbar“ gemacht und wir Deutsche müssten dafür auch noch neue Bomber kaufen, denn die Bundeswehr soll diese smarten Massenvernichtungswaffen auf NATO/US geheiß auch abwerfen.

    Jedes Jahr demonstriert die Bevölkerung am HiroshimaTag in der Eifel gegen den Wahn der Atomwaffen auf dem Büchel.

    Eine mutige Frau – wie die US Nonne Megan Rice – könnte wahrscheinlich mehr Aufmerksamkeit beim amerikanischen Volk erreichen, als unsere ganze gescheiterte politische Kaste?

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  2. Ich kapiere nur das Urteil nicht.
    Es war ihr möglich, dort einzudringen. Abgesehen von Graffitis hat sie keinen Schaden verursacht und niemanden verletzt, dafür aber gezeigt, dass es anscheinend eine breite Lücke in der Sicherheit gibt.
    Statt dass aber die eigentlichen Sicherheitsgefährder befragt werden, wie das möglich war. Warum gab es ewig keinen Alarm? Keine Wachposten? Keine Wachhunde? Kameras?

    Klar sollte sie für das Eindringen zur Verantwortung gezogen werden. Aber doch nicht für „Gefährdung der nationalen Sicherheit“. Die war auch vorher schon gefährded. Oder auch nicht vorhanden.

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  3. Da sieht man mal wieder wie bescheuert diese Gottesbräute sind. Der Tante hier, blühen jetzt 20 Jahre Knast und sie brüstet sich auch noch, darüber nicht unglücklich zu sein. Mit Verlaub, da gehört schon eine gehörige Portion Schwachsinn dazu. Aber nach 83 Jahren im „Gotteswahn“, ist das allerdings auch kein Wunder.

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