Kirche beharrt auf Unauflöslichkeit der Ehe


Bild: Südkurier
Kichenrechtler Georg Bier hielt einen Vortrag über die Perspektiven für wiederverheiratete Geschiedene in der Katholischen Kirche.

Von MARKUS KÜPPERSSüdkurier

Der Mann steht offensichtlich mit beiden Beinen mitten im Leben: Georg Bier, Mitte fünfzig; den gebürtigen Rheinländer verrät noch immer ein leichter Singsang in der Stimme; verheiratet, drei Kinder. Er ist Lehrstuhlinhaber für Kirchenrecht und Kirchliche Rechtsgeschichte an der Universität Freiburg.

Das Thema – sicher eines der am meisten mit Emotionen aufgeladenen Konfliktpunkte innerhalb der Katholischen Kirche: der Umgang der Amtskirche mit Geschiedenen, die wieder geheiratet haben.

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2 Comments

  1. Eigentlich ist es ja so: Wenn jemand in irgendeinem Verein Mitglied ist, da muss er sich gefälligst auch an dessen Satzungen und Regeln halten. Wer schreibt aber wem vor, einem bekloppten Verein mit vorsintflutlichen Ansichten die Treue halten zu müssen? Wer das nicht kapiert, zu feige oder gar zu faul ist darüber nachzudenken und sich gerne ein Leben lang gängeln lassen möchte… bitte sehr, das ist sein Bier. Die Kirchen bieten ihm ja diese „seligmachende“ Lebensgestaltungsmöglichkeit. Nur, bitte nicht immer wieder rum mosern und sich öffentlich beschweren. Damit gibt man sich nicht nur der Lächerlichkeit preis, man geht auch seinen nicht infizierten Mitmenschen gehörig auf den Geist.

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  2. Die Scheidungsrate in der BRD liegt bei knapp 55% innerhalb von 5 Jahren und ist weiter steigend. Die Zahl der kirchlichen Trauungen ist auf weit unter 50% gesunken. Wegen der Peinlichkeit für die Amtskirchen gibt es offenbar keine Zahlen. Es gibt Priester die bieten Paaren 500€ wenn sie sich auch kirchlich trauen lassen.

    Die Zahl der Taufen in den Kirchen ist noch viel geringer. Über 30% der Geburten haben allein stehende Frauen. Der gesellschaftliche Wandel macht die Religion mit ihrem Geschwurbel von der unverbrüchlichen Ehe zum Auslaufmodell.

    Ich selber bin bald 40 Jahre verheiratet, einen kirchlichen Eingriff oder Segen in diesem Teil meines Privatlebens betrachte ich als unverschämte Frechheit. Das Mandat der Religion in diesem privaten Bereich bestimmen zu wollen, ist ein zusammen gelogenens Märchen

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