Australien: Bischof räumt vor Ausschuss Vertuschung ein


Bild: WAZ
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Erzbischof von Melbourne, Denis Hart, bei Parlamentsanhörung zum Thema sexueller Missbrauch

kathweb

Der katholische Erzbischof von Melbourne, Denis Hart, hat bei einer Parlamentsanhörung im australischen Bundesstaat Victoria zum Thema sexueller Missbrauch „Geheimniskrämerei und Vertuschung“ eingeräumt. „Das hatte sich wie Mehltau über die Kirche gelegt“, sagte Hart am Montag laut der deutschen katholischen Nachrichtenagentur (KNA) unter Berufung auf australische Medienberichte. Die Verantwortungsträger hätten zu lange gebraucht, um zu verstehen, was „eigentlich vor sich ging“. Dies habe sich mit dem Amtsantritt von George Pell als Nachfolger des Melbourner Erzbischofs Frank Little im Jahr 1996 verbessert. Little habe sich einfach „nicht vorstellen können, dass Priester, die das Beste im Menschen repräsentieren sollen“, zu solchen Taten fähig gewesen seien, sagte Hart.

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