Weltlichkeit der Kirche oder von katholischen Herzoperationen


Judas erhält 30 Silberlinge, Foto: picture alliance / akg images
In einer Gesellschaft, in der die traditionellen Lebensentwürfe und die Kirchlichkeit zurückgehen, braucht die katholische Kirche ein neues Verständnis von ihrer Rolle als Arbeitgeber.

Von Manfred LützDIE WELT

Der barmherzige Samariter hätte beim Caritasverband kaum eine Chance auf eine leitende Position. Er war nämlich nicht getauft und hatte den falschen Glauben. Die Apostel würden mutmaßlich überhaupt nicht eingestellt, denn sie hatten keine brauchbare Berufsausbildung. Wer um Gottes willen könnte da etwas mit Fischern vom See Genezareth anfangen! Allenfalls für Judas hätte man Verwendung, der kannte sich betriebswirtschaftlich aus. Judas verwaltete die Kasse. Eine absurde Situation! Wie konnte es dazu kommen?

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die katholische Kirche in Deutschland mehr und mehr in eine Sackgasse begeben. Ohne sich viel dabei zu denken, hat man die Katholizität der Einrichtungen an der Katholizität der Lebensführung der Mitarbeiter festgemacht. Nach dem verständlichen Motto: Wo katholisch draufsteht, muss katholisch drin sein!

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3 Comments

  1. Entschuldigung, aber wer, außer Religioten natürlich, nimmt denn diesen Reli-Clown Lütz ernst ? Im Zusammenhang mit dem, ist doch jeder Tropfen Tinte zu schade.

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  2. Außerdem waren die Apostel aramäische Analphabeten aus einer Zeit, als es in Palästina keine Schulen gab. Genau wie beim Propheten Monammed ist dann der Erzengel gekommen und hat den Aposteln das Geschenk von Sprache und Schrift in dem ihnen unbekannten sakralen Mittelhebräisch gemacht – Hallelujah

    Das müßte für einen Job bei der Caritas doch reichen, vorrausgesetzt der Schniedel ist richtig abgesäbelt

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  3. Was Herr Lütz intelligent umschifft ist der Hinweis auf den gigantische klerikalen Machtmissbrauch seiner Heiligen Römischen Kirche auf von ihr beeinflussten (gekauften? ;-). ) Politiker, EU Recht in Deutschland immer so zu kastrieren, dass Millionen von Arbeitnehmern der inzwischen marktbeherrschenden kirchlichen Unternehmen ihren frommen Arbeitgebern gegenüber rechtlos bleiben und ihnen Europa vorenthalten wird. 😉

    Wenn Mitglieder von Heilberufen -die mit der Kirche sonst nichts mehr im Sinn haben- nur deshalb nicht aus der Kirche austreten können, weil sie auf einen karg bezahlten Kirchlichen Arbeitsplatz schielen, ist das Folge von Machtmissbrauch. 😉

    Aber wurde nicht auch der Kindsmissbrauch bei uns auf Druck der Kirchenlobby jahrzehntelang vertuscht und geduldet? Wurde nicht die Strafverfolgung der Kinderschänder durch die Diözesen jahrzehntelang hintertrieben?

    Schön wäre es, wenn Herr Lütz auf seine Freunde in der Römischen Kirche oder in der Deutschen Bischofskonferenz einwirkt, EU Recht – wie die Antisiskriminierungsrichlinien- in deutschen Parlamenten – wie auch durch die Bundesregierung in Brüssel nicht länger zu sabotieren? Da bräuchte er weder auf Benedikt noch auf drn Armen Franz zu warten, sondern das müsste sein Anliegen als Europäer sein. 😉

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