Christ sein und gleichzeitig Jude


(Bild: picture alliance / dpa)
Sie sind Juden und glauben trotzdem an Jesus als Messias. Religiös stehen die messianischen Juden den evangelikalen Christen nahe. Auch in Israel gibt es Gemeinden: Hier kommt es immer wieder zu Konflikten, weil sie auch unter orthodoxen Juden missionieren.

Von Wolfram Nagel Deutschlandfunk

Die Bühne steht in einem schattigen Pinienhain. Eine Liveband spielt religiöse Lieder. Immer wieder kommt darin der Name Jehoshua vor. Jesus. Die Ähre auf einem großen Transparent und die Strohballen auf dem Platz symbolisieren das jüdische Wochenfest Shavuot, Chag ha Bikurim, das Fest der Erstlingsfrüchte. Doch die Menschen aus aller Welt, die sich in dem Pinienhain von Yad Ha Shmona versammelt haben, feiern nicht nur Shavuot, sondern auch Pfingsten:

„Also, wir feiern die jüdischen Feste, besonders die, die im messianischen Hinblick immer sind. Also, Jesus hat auch Shavuot gefeiert, das wissen wir aus der Bibel. Er ist auch nach Jerusalem gegangen. Er war Jude. Und aus biblischer Sicht ist ja auch Shavuot im Neuen Testament sehr wichtig, da an diesem Tag der Heilige Geist ausgesandt wurde an Pfingsten, das ist ja Pfingsten aus christlicher Sicht. Und deswegen ist das für alle wichtig. Auch für Christen.“

Erzählt Aude-Line Hizgi, die ursprünglich aus einem Ort bei Erlangen stammt, aus einer freikirchlichen Gemeinde. Vor fünf Jahren hat sie in dem Moshav zwischen Tel Aviv und Jerusalem ihren Mann kennengelernt.

weiterlesen