Krach am Alpenrand: Dürfen Waffen in die Kirche?


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Gebirgsschützen zählen zu den treuen Anhängern der katholischen Kirche. Doch der Reichenhaller Stadtpfarrer will keine Waffen beim Gottesdienst sehen. Nun fahren die Kameraden andere Geschütze auf.

N24

Ein priesterliches Waffenverbot in Bad Reichenhall hat einen heftigen Krach zwischen den Gebirgsschützen und der örtlichen katholischen Kirche ausgelöst. Weil der Stadtpfarrer Gewehre in den Kirchen strikt ablehnt, hat die Reichenhaller Gebirgsschützenkompanie ihre Teilnahme an der Fronleichnams-Prozession abgesagt – und will auch vorerst alle weiteren kirchlichen Feiern boykottieren, bei denen die Gebirgsschützen normalerweise präsent sind. Kompaniehauptmann Karl-Heinz Schmitt bestätigte am Mittwoch einen Bericht des „Reichenhaller Tagblatts“. „Wir dürfen in keine Kirche mehr, wenn wir unsere historischen Waffen mitführen“, sagte Schmitt. „Für den Pfarrer sind Liturgie und Eucharistiefeier waffenfreie Zone.“

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2 Comments

  1. Wenn die Bayrischen Gebirgsschützen mit Waffen am Fronleichnam nicht mehr erwünscht sind bietet sich die Fronleichnamszüeg in Stuttgart und Ramstein an. Dort sitzen die modernen „Gebirgsschützen“ vor ihren Bildschirmen und verteidigen den Westen mit Killerdrohnen. Wie bei den Gebirgsschützen damals, sollen auch heute kolaterale Tötungen üblich sein. Da bietet sich doch eine „Waffenbruderschaft“ an…übrigens war Ramstein vor nicht allzu langer Zeit sowieso Bairisch….. 😉

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  2. Den bayrischen RKK-Religioten schein ihr ewig wahres und unantastbares Dogam peinlich zu sein.

    Kardinal Meisners Kriegswerbung fordert gemäß Dogma No.381 den Kriegsdienst, fasten und Almosen an die Kirche, sie sind unverzichtbar um den ewigen göttlichen Lohn zu garantieren:
    „Ein Volk könne nur beruhigt sein, wenn es wisse, dass die Waffen zur Verteidigung und Erhaltung des Friedens in Händen seien, deren Köpfe und Herzen um ihre Verantwortung vor Gott und der Welt wissen…In betenden Händen‘ sei die Waffe vor Missbrauch sicher“.

    Michael Kardinal v. Faulhaber, Erzbischof von München und Freising schwurbelte eher poetisch:
    „Die Kanonen des Krieges sind Sprachrohre der rufenden Gnade Gottes. Krieg ist der Triumph der sittlichen Weltordnung“. Christen kauft Waffen, der nächste heilige Krieg kommt bald.

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