Weltkirchenrat wirft Israel „Diskriminierungspolitik“ vor


Bild: livenet.ch
Kirchenvertreter: Jerusalem muss „offene, zugängliche, inklusive und gemeinsame Stadt für zwei Völker und drei Religionen“ sein

kathweb

Der Ökumenische Rat der Kirchen hat Israel eine „Diskriminierungspolitik gegen Christen und Muslime gleichermaßen“ vorgeworfen. Jerusalem sei eine „besetzte Stadt“, erklärte die Organisation im Nachgang zu einer Konferenz in Beirut am Mittwoch, berichtet die deutsche katholische Nachrichtenagentur KNA. Im Mittelpunkt des Nahostkonflikts stehe die seit 65 Jahren ungelöste Palästinenserfrage. Diese werde noch verschärft durch eine „doppelbödige Politik der westlichen Mächte, besonders der Vereinigten Staaten“.

Der Streit zwischen Israel und Palästina verlange eine Lösung nach Maßgabe der UN-Resolutionen und des internationalen Rechts, verlangten die Kirchenvertreter. Jerusalem müsse eine „offene, zugängliche, inklusive und gemeinsame Stadt für zwei Völker und drei Religionen“ sein. Ziel sei, die Stadt zu einem weltweiten Modell für friedliches Zusammenleben zu machen.

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