Wenn Jesus Christus Allergien auslöst


Kekse, Bild: wikipedia
Sachen gibts, die glaubt man gar nicht. Hostien, Messwein verwandeln sich in einem Splatterritual, mittels mittelalterlicher Alchimie in Fleisch und Blut aus dem Körper Jesu Christi.

In der Heiligen Messe wird die Wesensverwandlung vollzogen, Transsubstantiation nennt sich das. Durch die Abendmahlsworte des Priester wandeln sich Kekse und Wein dauerhaft in Fleisch und Blut des Gekreuzigten. So sagt die Theologie. Bei der Sache scheint aber etwas gehörig schief zu laufen. Die Salzburger Pfarre Obera bietet jetzt glutenfreie Hostien an. Unter den Kirchgängern gibt es vier Zöliakie-Betroffene. Entweder ist der Pfaffe nicht in der Lage die richtigen Wörter zur Umwandlung in Fleisch und Blut zu sprechen oder die ganze Sache ist Mummenschanz, wie eigentlich zu erwarten. Wie kann Gluten Allergien auslösen, wenn sich der Keks in Fleisch verwandelt? Gibt es Gluten-haltiges Fleisch? War Jesus gar mit pflanzlichen Leim zusammen geklebt, war er eine Pflanze?
Fest steht, der Gehalt an Gluten in den Keksen ist kirchenrechtlich geregelt. Die Weihe zum Priester findet nicht statt, wenn der Kandidat diese Probleme mit seiner Dünndarmschleimhaut hat. Bleibt die Frage, ließe sich feststellen wo denn genau die Verwandlung in Fleisch und Blut stattfindet? Im Dickdarm oder gar erst im Klo?
Gibt es für vegeatrisch/vegane Katholiken entsprechende Ersatzstoffe, da ja diese Zeitgenossen der fleischlichen Ernährung entsagt haben? Alkoholkranke brauchen Ersatz für den Messwein und damit für das Blut Jesu. Und schlussendlich kann man vom Genuss  des Jesus-Fleisches fettsüchtig werden? Vielleicht gibt es ja entsprechende Ersatz-Substanzen bei Weight-Watchers.

8 Comments

  1. Schon in der Bibel gibt es unterschiedliche Auffassungen vom Abendmahl:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Abendmahl_Jesu
    Bei den Katholiken weicht man jetzt gern auf die Vergegenwärtigung aus. Christus sei – schwurbel, schwurbel – in der Gestalt des Brots gegenwärtig.
    Was das Blut angeht, lehrt schon die Reimbibel ganz richtig: Schlimmer noch als Schweineschinken war´s für Juden, Blut zu trinken. Und das Blut wird ja gleich doppelt verspeist, denn im Leib ist, da Jesus nicht geschächtet wurde, auch Blut. Außerdem lehrt uns die Reimbibel: Oblatenwandler, Weihrauchschwenker sind kein Ersatz für kluge Denker.

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  2. Die Mehrzahl der frühen Religionen hatte einen Totenkult mit Verehrung ihrer ewig lebenden Götter durch absurde Kulte. Die Kulte mächtiger Reiche wurden von anderen Kulturen kopiert, zwangsläufig um auch so mächtig zu werden. Die Religion diente vorrangig als vereinende Staatsdoktrin.

    Der Mithras Kult entsteht um 1800 v.C. im persischen Baktrien, Zarathustra (630-553 v.C.) legt viele Details fest, das römische Militär praktiziert ihn bis 400 n.C. Der Weltengott Ahura-Mazda empfängt am 25. Dezember durch jungfräuliche Geburt Gott Mithras (Anahita). Der Mithras Kult hat wie der Jesus-Kult 12 Apostel, 7 Sakramente, Sintflut, Abendmahl, Wunder von Saoschjant, Seelenkult als Auferstehung, Endzeit als jüngstes Gericht, Taufe, keusches Leben, den Teufel Anromainyus und die Eucharistie mit Brot und Wein. Außer der Jesus Fabel ist das Repertoire des späteren Katholizismus zu 100% vorhanden.

    Die alten Ägypter fingen um 3500 v.C. mit der Keilschrift von 600 Zeichen und ca.200 Göttern an. Am Ende waren es etwa 7.000 Zeichen und 700 Götter, auch die „heilige Scheiße“ unterliegt stöndiger Inflation. Alles war auf das Leben nach dem Tod ausgerichtet, bekannt geworden durch die Pyramiden als Gräber fürs Leben danach. Nur ist keine der Tausenden Mumien je irgendwohin aufgestiegen.

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  3. Der amerikanische Astrophysiker George Gamow in Odessa am Schwarzen Meer im Jahre 1904 geboren und 1968 in Boulder im Staat Colorado gestorben, trug entscheidend zur Urknall Theorie bei und sagte bereits 1946 die kosmische Hintergrundstrahlung voraus, die uns heute einen ganz neuen Blick zur Enstehung unseres Alls bietet. Simon Singh beschreibt in seinem Buch „Big Bang“ die bedeutenden Astrophysiker, die für unser heutiges Weltbild verantwortlich sind. George Gamow wird dabei als wissbegieriger Knabe beschrieben, der nach einer „Kommunion“ in einer Orthodoxen Kirche in Odessa nach Hause rannte um die im Mund behaltene Oblade unter dem Mikroskop nach Kohlenstoffen bzw. Eiweiss zu untersuchen? Die Mikroskopische Untersuchung erschütterte seinen Glauben an die „Wandlung“ von Brot zu Fleisch; er wollte nun doch lieber Physiker werden. 😉

    Anthropologen stossen bei Steinzeitfunden von vor 7000 Jahren immer wieder auf rituellen Kannibalismus wie auch Ethnologen in entlegenen Gebieten Sumatras. Die Archäologie geht teilweise auch bei den Neandertalern von rituellem Kannibalismus aus, der zur „Unsterblichkeit“ führte, was in dem Buch „Die Venus aus dem Eis – wie vor 40.000 Jahren unsere Kultur (in Schwaben 😉 ) entstand“ von Conard und Wertheimer prima thematisiert wird.

    Ob das Christentum dieses kollekzive Bedürfnis zum Kannibalismus – später zum Tabu mutiert – mit der „Wandlung des Brotes und des Weines in das Fleisch und das Blut Jesu“ vermarkten wollte? 😉 Vor 2000 Jahren war das kollektive Bewusstsein zum Kannibalismus bestimmt noch frischer? 😉

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  4. @nickpol
    Der vom Priester durch eifriges Herumwedeln zum heiligem Keks gemachte Gebäck geht durch den menschlichen Verdauungstrag und wird genau so ausgeschieden.

    Daher kommt offensichtlich der Ausdruck „Ach du heilige Scheiße“

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  5. Wo das Gluten nun transubstantiiert wird, gehört nicht gerade zu den Problemen, die mich täglich umtreiben. Das Johannes-Evangelium, Kapitel 6, Vers 48-56, beschreibt dieses kannibalistische, bizarre, voodookultartige Ritual. Dort heißt es u.a.:

    »Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, (ich gebe es hin) für das Leben der Welt. … Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohns nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag. Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise und mein Blut ist wirklich ein Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm.«

    Schon verständlich, wenn die katholische Kirche inzwischen gern wieder diesen Text auf Lateinisch vorträgt. So wird der Irrsinn nicht ganz so offenbar.

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  6. Man stelle sich vor, der Keks im Mund verwandelt sich wirklich in blutiges Menschenfleisch – würg. Da ist doch ein Mehlkrümelbrei – ob mit Gluten oder nicht – doch noch vorzuziehen. Ich frage mich, wie man einem Menschen des 21. Jahrhunderts eine solche, mich an Voodoo-Kulte oder dergleichen gemahnende Magie als angeblich heilsbringende Handlung anbieten kann. Von noch heute ganz offiziell praktizierten Exorzismus-Ritualen zur Vertreibung von Teufel und Dämonen aus angeblich besessenen Menschen – um nur ein weiteres Beispiel zu nennen – ganz zu schweigen.

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    1. Hmmm, also im Mund scheint die Umwandlung ja wohl nicht zu erfolgen, da würde das Gluten verschwinden und im Dünndarm kein Theater mehr machen. 🙂

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