EKD-Bevollmächtigter Felmberg verliert sein Amt


Foto: epd/Jens Schulze
Sein Privatleben stand der Amtsführung im Weg: Der EKD-Bevollmächtige beim Bund und der EU, Bernhard Felmberg, räumt seinen Posten. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) muss nun kurz vor der Bundestagswahl einen neuen Lobbyisten suchen.

Von Corinna Buschowevangelisch.de

Wechsel nach nur vier Jahren: Der Berliner Bevollmächtigte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bernhard Felmberg, scheidet aus dem Amt. Seit März ermittelten Kirchenjuristen in einem internen Disziplinarverfahren wegen des Vorwurfs, der Prälat habe Affären zu Mitarbeiterinnen der Kirche unterhalten. Jetzt hat der Rat der EKD beschlossen, dass Felmberg seinen Posten räumen wird. Die Entscheidung sei „in gegenseitigem Einvernehmen“ erfolgt, hieß es. Felmberg werde in den Wartestand versetzt, bis er „angemessene neue Aufgaben im Raum der evangelischen Kirche“ übernehme.

Seit Mitte April ließ Felmberg das Amt als Vertreter der EKD beim Bund und der EU bereits ruhen. Die Geschäfte wurden von seinem Stellvertreter, dem Juristen Stephan Iro, geleitet. Nun hat der Rat ein Verfahren zur Neubesetzung des Postens eingeleitet.

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