Innenministerium: Wenn Glaube zum Kompetenz-Kriterium wird


Bild: wikipedia
Das Bundesinnenministerium bevorzugt christliche Bewerber. Dahinter steckt der Versuch eines Kulturwandels

Von Peter DausendZEIT ONLINE

Der Erste hat im Assessment-Center den Sprachtest mit einer Vier minus vermasselt und somit die zwingende Einstellungsvoraussetzung „gute Englisch-Kenntnisse“ gerissen. Den Job bekam er trotzdem. Der Zweite schaffte eine Drei bis Vier in Englisch und hatte im Vorauswahlverfahren unter 470 Bewerbern eher durchschnittlich abgeschnitten – er wurde eingestellt. Eine Dritte kam in Englisch auf ein Ausreichend, ihre Punktzahl im Vorauswahlverfahren war eher bescheiden. Auch sie ist jetzt dabei. Die Bewerberin konnte ihre mäßige Eignung auf eine Art ausgleichen, die den Entscheidern im Bundesministerium des Innern (BMI) offenbar besonders gottgefällig erschien: Als Pfarrgemeinderatsvorsitzende hatte sie die katholische Hochschulgruppe Bonn im Glauben gestärkt. Mit dieser Erfahrung könnte sie nun einer anderen katholischen Gruppe vorsitzen, einer Gemeinde, deren Mitgliederzahl ebenso rasch wächst wie ihr Einfluss: der katholischen Gruppe im Hause von Minister Hans-Peter Friedrich (CSU).

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2 Gedanken zu “Innenministerium: Wenn Glaube zum Kompetenz-Kriterium wird

  1. Pingback: Kirche heute, 6. Juni 2013 | Moment Mal

  2. Nachdem Gottes Befehl „Macht Euch die Erde untertan“ vom Volk kaum noch befolgt wird, und die riesige Gotteshäuser entvölkert sind, soll wenigstens die Regierung eine Beute der Kirche bleiben. ;-)

    An den staatlichen Töpfen aus denen die mehr als 15 Milliarden € Transferleistungen an Kirche und kirchliche Unternehmen pro Jahr gehen, sollen eben nur stramme Christen sitzen, die diese wertvollen Quellen sorgsam bewachen. Siehe Dr. Carsten Frerk, Violettbuch Kirchenfinanzen – Wie der Staat die Kirchen finanziert“, rezensiert:
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/violettbuch-kirchenfinanzen-wie-die-kirche-sich-von-den-heiden-finanzieren-laesst-1613336.html

    Da macht das korrupte Auswahlverfahren des Bundesinnenministerium für Kirchentreue Beamten doch eben wirklich Sinn….übrigens, so wurde das in Bayern schon immer gemacht…und bewährte Folklore muss auch erhalten werden.
    ;-)

    Im Licht dieses neuen Berliner PersonalSkandal enpuppt sich das abstruse FronleichnamsGejammer des Magdeburger Bichofs Feige, die Gläubigen kämen bei uns neuerdings zu kurz und müssten sich gegen die Ungläubigen lautstärker wehren als Doppelmoral. Haltet den Dieb hatte Bischof Feige wohl gemeint. ;-)

    https://brightsblog.wordpress.com/2013/06/01/bischof-feige-kritisiert-verdrangung-der-religion/
    ;-)

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