Auch Katholiken und Atheisten sollen Luther feiern


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Der Reformator gehört nicht den Protestanten, sondern der Welt. Sieben Thesen, die 500-Jahr-Feier nicht im Nationalen versinken zu lassen – und Martin Luther in all seinen Facetten zu würdigen.

Von Heinz SchillingDIE WELT

In der Halbzeit der Luther-Dekade, mit der sich die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) auf das Reformationsjubiläum 2017 vorbereitet, ist eine Zwischenbilanz angezeigt. Die von einem Aufsichtsrat aus Vertretern von Politik und Kirche koordinierten Aktivitäten, unter denen die Renovierung der Luthergedenkstätten in Wittenberg und Eisleben mit beachtenswerten Neubauten herausragen, wurden vor allem in den Luther-Ländern Mitteldeutschlands wahrgenommen. Dort identifiziert sich selbst die zu keiner Kirche zählende Mehrheit mit dem Reformator als Kind ihrer Heimat.

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2 Comments

  1. Was von Luther bekannt ist, das reiht ihn ein zwischen Heinrich Himmler und Reinhardt Heydrich. Martin Luther formuliert zukünftig wegweisend 1546 n.C. im Pamphlet „Von den Jüden und ihren Lügen“ den christlichen Antisemitismus als religiöser Vordenker von NAZI-Cretins
    „(1) Erstlich, daß man ihre Synagoga oder Schulen mit Feuer anstecke und was nicht brennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, daß kein Mensch einen Stein oder Schlacken davon sehe ewiglich. Und solches soll man tun unserem Herrn und der Christenheit zu Ehren, damit Gott sehe, daß wir Christen seien und solch öffentlich Lügen, Fluchen und Lästern seines Sohnes und seiner Christen wissentlich nicht geduldet noch gewilligt haben..
    (2) Zum anderen, daß man auch ihre Häuser desgleichen zerbreche und zerstöre. Denn sie treiben dasselbige drinnen, was sie in ihren Schulen treiben. Dafür mag man sie etwa unter ein Dach oder einen Stall tun.
    (3) Zum dritten, daß man ihnen nehme alle ihre Betbüchlein.
    (4) Zum vierten, daß man ihren Rabbinern bei Leib und Leben verbiete, hinfort zu lehren.
    (5) Zum fünften, daß man den Juden das Geleit und Straße ganz und gar aufhebe. Denn sie haben nichts auf dem Lande zu schaffen, weil sie nicht Herrn noch Amtleute noch Händler oder desgleichen sind. Sie sollen daheim bleiben.
    (6) Zum sechsten, daß man […] nehme ihnen alle Barschaft und Kleinod an Silber und Gold und lege es beiseite zum Verwahren. Und ist dies die Ursache, alles was sie haben haben sie uns gestohlen und geraubt durch ihren Wucher.
    (7) Zum siebten, daß man den jungen starken Juden und Jüdinnen in die Hand gebe Flegel, Axt, Karst, Spaten, Rocken, Spindel und lasse sie ihr Brot verdienen im Schweiß der Nasen. Man müßte ihnen das faule Schelmenbein aus dem Rücken vertreiben.

    Martin Luthers Texte sind psychopathologischer Wahn in krasser Idiotie eines kranken Geistes: „Es ist ein überaus gerechtes Gesetz, dass die Zauberinnen getötet werden, denn sie richten viel Schaden an, was bisweilen ignoriert wird, sie können nämlich Milch, Butter und alles aus einem Haus stehlen… Schaden fügen sie nämlich an Körpern und Seelen zu, sie verabreichen Tränke und Beschwörungen, um Hass hervorzurufen, Liebe, Unwetter, alle Verwüstungen im Haus, auf dem Acker, über eine Entfernung von einer Meile und mehr machen sie mit ihren Zauberpfeilen Hinkende, dass niemand heilen kann ….“

    Martin Luthers Bibelinterpretationen sind Hassorgien und sklavischer Obrigkeitgehorsam, heute mit Militärpriestern, Waffen segnen und heiligen Kriegen durchaus üblich:
    “In solch einem Krieg ist es christlich und ein Werk der Liebe, die Feinde getrost zu würgen, zu rauben, zu brennen und alles zu tun, was schädlich ist, bis man sie überwinde. Ob es wohl nicht so scheint, daß Würgen und Rauben ein Werk der Liebe ist, weshalb ein Einfältiger denkt, es sei kein christliches Werk und zieme nicht einem Christen zu tun: so ist es doch in Wahrheit auch ein Werk der Liebe.”

    Sollte jemand auf die Idee kommen chrisliche Machtorgien zu veruteilen, dem erwidert er: „Es ist besser, wenn Tyrannen hundert Ungerechtigkeiten gegen das Volk verüben, als dass das Volk eine einzige Ungerichtigkeit gegen die Tyrannen verübt.“

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  2. Luther feiern ? Warum nicht gleich Adolf Hitler oder Stalin ? Wissen denn die Leute, die zu so einer Tat aufrufen nicht, wem sie da die Füße küssen ? Ok, sollen sie den menschenverachtenden Superreligioten feiern. Es ist allerdings der Gipfel der Unverfrorenheit, Atheisten dazu einzuladen. (Obelix würde sagen: „Die spinnen doch die…)

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