Trauerfeiern: Wenn die Kirche das Hausrecht an die Feldjäger überträgt


Bild: wikipedia
Ein Brief der hannoverschen Landeskirche an ihre Gemeinden sorgt für Irritationen. Der evangelische Militärbischof Martin Dutzmann informiert darin über den Ablauf bei zentralen Trauerfeiern für gefallene Soldaten in Kirchen. „Aus Gründen der Gefahrenabwehr und um Störungen vermeiden zu können, wird der Kirchenvorstand in der Regel gebeten, für die Dauer der Trauerfeier das Hausrecht an die Feldjäger der Bundeswehr zu übertragen“, heißt es in dem Schreiben, das bei Friedensaktivisten auf Kritik stößt.

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Das Schreiben ist am 16. Mai vom hannoverschen Landeskirchenamt an die Kirchengemeinden verschickt worden. Laut dem Sprecher des Evangelischen Kirchenamtes für die Bundeswehr, Walter Linkmann, ist bei zentralen Trauerfeiern mit Politikern schon in der Vergangenheit so verfahren worden. Es habe in der Kirche einen staatlichen und einen kirchlichen Teil gegeben. „Wenn beides in einem Raum stattfindet, ist es pragmatisch, einem Part das Sicherheitskonzept zu überlassen.“ Die Bundeswehr sei dabei routinierter. Wenn die Feldjäger die Verantwortung trügen, wollten sie auch Handlungssicherheit.

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