Orden: Warnung vor „Glaubensfallen“ in Kirche und Medizin


Bild: süddeutsche.de
Alles was unfrei macht, kann zur Falle werden. Das war der Tenor einer Podiumsdiskussion im Wiener kirchlichen Hartmannspital zum Thema „Leben wir in der Glaubensfalle?“ Abt Johannes Jung vom Wiener Schottenstift räumte ein, dass auch religiöse Fehlformen unfrei machen und damit zu Glaubens- und Lebensfallen werden könnten.

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Glaube recht verstanden und gelebt sei aber eine tiefe und freimachende Beziehung zu Gott. Heute sei ein glaubender Mensch ein „besonders kräftiges Zeichen, weil sich jede und jeder bewusst für dieses Leben in Freiheit und Einfachheit entscheidet.“ Der Glaube bricht nach Jung auch die heute weit verbreitete „reine Ichbezogenheit“ auf hin zu einem „neuen verantwortungsvollen Miteinander“. Die Ordensgemeinschaften versuchten, genau dafür Zeugnis zu geben.

Der ärztliche Leiter des Ordensspitals der Hartmannschwestern, Marcus Franz, betonte, dass die Medizin selber in der rein wissenschaftlichen „Studiengläubigkeitsfalle“ sitzt: „Wir glauben, dass wir mit medizinischen Studien, mit Wissenschaft und Forschung alles in den Griff kriegen werden.“ Außerdem sitze der Mensch in seinen Erwartungen gegenüber der Medizin in der Glaubensfalle, wenn er meint, „dass jung, schön und gesund per Mausklick jetzt machbar ist.“

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2 Comments

  1. Was also glaubt dieser Glaubenkaspar denn. Irgendwie scheint sich bei ihm eine Diskrepanz aufzutun zwischen klassischer religotischer und moderner Medizin.

    AIDS heilt man nach katholischer Medizin mit Olivenöl, Knoblauch und rote Beete, bei 4 Mill. AIDS-Toten/Jahr allein in Afrika ist das christlich pervers wie alles. Antiretroviralen HIV-Therapien zeigen deutliche Wirkung, bei 900 US$/Jahr sind sie zu teuer und schmälern die Spenden der Kirchen. Englische Prediger überzeugen HIV-Infizierte zu Jesus zu beten und ihre Medikamente absetzen, 3 HIV-Infizierte sterben. Die seit 2008 in England angebotene HPV Impfung schützt gegen den sexuell übertragenen Papillomavirus als Krebs Verursacher. Nach der “Freedom of Information” Umfrage verzichten 24 englische Schulen von 83 aus den 152 Schutzbezirken aus religiösen Gründen auf die Schutzimpfung der 12 – 13 jährigen Mädchen. Die Impfgegner berichten über immer neue Todesfälle, ohne jemals Beweise vorzulegen.

    Rauchschwaden aus Weihrauch, „harmonisiertes“ Leitungswasser aus Lourdes von TV-Pfarrer Jürgen Fliege für 39 € pro 1/2 Literflasche und intensives Beten heilen Krebs, multiple Sklerose und jedes andere Leiden. Die Ärzte des BKA bewerben die Heilung von Homosexualität mit theologischer Hilfe durch Psychotherapie, Homöopathie und Akupunktur wie einst im Mittelalter. Homöopathie-Experte Jeremy Sherr wirbt Aids mit Kügelchen zu heilen, seine Methoden sind schizophren und werden wohl deswegen von Ärztekammer Berlins in Seminaren gefördert.

    Da die Krankenkassen diesen Voodoo-Zauber zunehmend ablehnen, ist der Leiter des Hartmannsspitals im Dilemma zwischen Einkommen mit Zahlung der Angestellten und Erfüllung des Glaubenauftrags der heiligen römischen Kirche. Er wäre wohl besser Priester geworden, der hätte er keine moralisch Schmerzen kleine Kinder zu ficken. Ein Beichte danach und alles fängt wieder bei NULL an

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