Peter Hahne: Dodo des Monats Mai 2013


Dodo des Monat Mai 2013
Dodo des Monat Mai 2013
800px-Peter_Hahne1Jahrelang tobt der Nazi-Mob durch Deutschland. Die Opfer waren acht türkischstämmige und ein griechischer Kleinunternehmer, der erste bekannte Mord ereignete sich am 9. September 2000, der letzte am 6. April 2006.

Seit November 2011 stehen die der Neonazi-Szene zuzuordnenden mutmaßlichen Rechtsterroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, die am 4. November 2011 Suizid begingen, und die ebenfalls des Terrorismus beschuldigte Beate Zschäpe, die sich am 8. November 2011 der Polizei stellte, unter Mordverdacht.
Nun, nach Jahren kommt es zur Gerichtsverhandlung, die Münchner Provinzposse um die Zulassung der Medienvertreter erspar ich mir jetzt, ist sie doch auch nur ein Puzzle-Stein in dem unsäglichen vorsätzlichen und fahrlässigen  fehlerbehafteten Ermittlungs-Chaos.

Von der  Großen Nationalversammlung der Türkei werden 6 Parlamentarier als Beobachter entsandt, weil u.a. über die Anklage wegen Mordes und Beihilfe zum Mord an acht türkischstämmigen Personen verhandelt wird. Mahmut Tanal kritisierte öffentlich, dass im Gerichtssaal ein Kreuz aufgehängt wurde, da religiöse Symbole nicht in einen Rechtsstaat gehörten und das Kreuz eine Bedrohung für Nichtchristen sei.

Und hier, an diesem Punkt steigen die christlichen Fundis ein, schulmeisterlich belehrend erklären sie, in unserem Fall Dodo-Hahne, dass das Kreuz des Christentums, im Gerichtssaal, auch ein Symbol für die Werte des Grundgesetzes sei. Den Apologeten des Christentums geht es um nicht anderes als dieses Scheiß Kreuz. Kein christliches Mitgefühl für die Opfer und Hinterbliebenen, keine großzügige Geste „christlicher Toleranz“, nein. Hahne spricht selbst von Worthülsen, aber nicht den seinen. Die sieht er ganz christlich sowieso immer bei anderen.

Hahne:

Das Kreuz ist im demokratischen Nachkriegsdeutschland ein Symbol für das, was die Mütter und Väter unseres Grundgesetzes bewusst in dessen Präambel geschrieben haben, als Lehre aus der Nazi-Barbarei: „In Verantwortung vor Gott und den Menschen.“ Nie wieder sollten Gott und seine Gebote abgeschafft und ein „Führer“ eingesetzt werden, der das Recht beugt.

Aha, hat er verpennt die Morde der NSU-Bande, die genau im demokratischen Deutschland geschehen sind und wo genau Teile des Grundgesetzes versagt haben. Deutlich zu erkennen an den Verarschungen durch die Behörden im Zuge der Ermittlungen. Der Gott der Christen hat wieder einmal versagt, die Ermordeten bleiben ermordet. Die Gottesgebote haben einen Führer ermöglicht und duldsam an die Macht gehievt, sie haben auch die NSU-Morde nicht verhindert. Mangels Kultur erkennt Hahne nicht, dass Mahmut Tanal recht hat. Staatliche Neutralität und Gerichte sind nun mal staatlich, sollten keine Urteile unterm Kreuz fällen. Für die Einen ist das Kreuz ein liebreizendes Hinrichtungsinstrument, weil ihr Gott benebelt vom Heiligen Geist, aktive Sterbehilfe von den Römern erflehte, für die Anderen ist es die historische tief verwurzelte Bedrohung durch das Kreuz.

Bei dem folgenden Zitat von Hahne möchte man meinen, er ist auf Drogen oder hat zuviel Messwein gesoffen, er lügt sich seine Welt, ganz christlich natürlich zurecht.

Hahne:

Auf diesem Vorsatz beruhen die Grundrechte wie Menschenwürde, Menschenrechte, Gleichheit vor dem Gesetz und Gleichwertigkeit von Mann und Frau. Diese Werte sind im Neuen Testament der Bibel nun mal eher zu finden als im Koran. Das gehört zur historischen Wahrheit.

Solche falschen, verlogenen Sätze findet man wirklich nur noch bei der „Blind-Zeitung“ unter der Rubrik, „Gedanken am Sonntag.“ Hahnes Gedanken vom Montag möchte man dann gar nicht mehr wissen.

Herr Hahne, im Neuen Testament der Bibel stehen keinerlei Grundrechte, wie Menschenwürde, Menschenrechte, Gleichheit vor dem Gesetz und Gleichwertigkeit von Mann und Frau. Das ist eine fundamentale christliche Lüge. Hat Ihnen der Heilige Geist so einen Blödsinn eingegeben? Es zeigt aber auch, wie weltfremd Dodo-Hahne ist. All die von Hahne zitierten Rechte wurden den Kirchen und dem Feudaladel in blutigen Kämpfen abgerungen, nichts davon steht im Märchenbuch namens Bibel. Der Vergleich Bibel Koran hinkt auch. Beide sind entbehrliche Schinken, die mehr Probleme machen, als jedes andere Buch. Wie Bibel-Gläubige und ihre Pfaffen mit dem Thema Homosexualität, Gleichberechtigung der Frau, Abtreibung, Lebensschutz umgehen zeigt den schon fast genormten Blödsinn den Herr Hahne in der „Blind“-Zeitung von sich gibt.

In dem Sinne Herr Hahne, Glückwunsch zum zweiten Dodo.

1 Comment

  1. Der Hahne ist ganz schön berechnend. Der gibt sich bewusst so bescheuert (was ihm naurgemäß ja auch nicht besonders schwerfällt), damit er mit möglichst vielen DODOS prahlen kann. 🙂

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