Religiöse Lage in Deutschland ändert sich dramatisch


Das Kreuz mit den Religionen
Das Kreuz mit den Religionen
Deutscher Forscher Großbölting sieht „Erosion“ – Staat soll auf zunehmenden religiösen Pluralismus reagieren

kathweb

Für den Münsteraner Historiker Thomas Großbölting ändert sich die religiöse Situation in Deutschland dramatisch. Das religiöse Feld sei „von Erosion geprägt“, und es wachse der Anteil der „Religionsmüden“, sagte Großbölting am Freitag laut einem Bericht der deutschen katholischen Nachrichtenagentur KNA. Er sprach beim „Karlsruher Verfassungsdialog“ über „Religion in der säkularen Gesellschaft zwischen Konsens und Kulturkampf“. Veranstalter der Reihe ist die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung.

Das Staat-Kirche-Verhältnis habe sich von einer Win-Win-Situation zur Zeit der Gründung der Bundesrepublik zu einem heute für beide Seiten problematischen Verhältnis entwickelt, so Großbölting weiter. Der Staat ist nach seiner Ansicht zu verhaftet in den rechtlichen Strukturen und reagiert nicht angemessen auf den zunehmenden religiösen Pluralismus etwa gegenüber Muslimen.

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4 Comments

  1. Ist doch eigentlich eine ganz gute Nachricht von Herrn Großbölting. 😉 Was etwas störend wirkt ist (aber das ist aus dieser Ecke ja nichts Neues), die zur Machterhaltung nötige, verdummungsversuchende Schönrederei.

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  2. Der „heilige Spuk“ einer staatlichen Kirchensteuer noch im 21. Jahrhundert( !) 😉 , der aus der Weimarer Verfassung ins Grundgesetz übernommene „dringliche“ Verfassungsauftrag von 1919 (!). 😉 zur Beendigung der Alimentierung kaiserlicher Staatskirchen durch uns Steuerzahler 😉 , wie würde der „Arme Franz aus Buenos Aires“ wahrscheinlich sagen, „ein teuflicher“ Pakt seines mit Faschisten Befreundeten Vorgängers Pius XII mit dem OberSchurken Adolf Hitler von 1933, der immer noch gilt (!) 😉 , die dem EU Recht widersprechende Privilegien deutscher Kirchen zu Lasten der gegängelten und diskrimierten Arbeitnehmer in den von den Kirchen beherrschten Dienstleistungsmärkten (!) und ein allumfassender KirchenLobbyismus stehen einer schnellen Veränderung entgegen. 😉

    Frankreich ist seit 1905 säkularisiert und der vormalige französische Primas – Kardinal Jean-Marie Lustiger (Geburtsname: Aaron Lustiger) – fand in einer diversen Gesellschaft, sei dies die friedensstiftende aller staatlichen Normen. Wie hatte schon Michail Sergejewitsch Gorbatschow uns Deutschen gesagt (Frau Merkel erinnern Sie sich noch. ;-). ) : „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. 😉

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  3. Da hat ein kirchliches Sprachrohr uralte Kamellen aufgewärmt und neu verkündet

    In Realität besuchen unter 20% einmal die Kirche im Monat, etwa 66% haben nie eine betreten und 16% glauben laut nach Insa nicht an Gott. Von den 58% Christen sind 38% oder 28 Mill. „Taufscheinchristen“, die nur Kirchsteuer bezahlen und den „brainwash“ der Kirchen ignorieren. Bei der RKK glauben unter 9% (2,7% total) das Bekenntnis ihres Dämonenkults, 6% (1,7%) bei den Evangelen.

    Die Neuordnung der RKK mit 25.000 Gläubigen je Pfarrstelle anstatt 1.500 soll den Niedergang abwehren. Priester betreuen bis zu 14 Gemeinden ohne direkte Kontakte, die mehrheitlich alten Kirchenbesucher sind gehbehindert oder ohne Auto. Die 245 ewig wahren Dogmen des Kathatolizismus sind in ihrer Absurdität nur in der geschlossenen Psychiatrie vermittelbar, dafür setzt die RKK verstärkt auf „biblische Soap-Operetten“ im staatlich kontrollierten Fernsehen.

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  4. Eigentlich eine erfreuliche Analyse des Herrn Großbölting. Bestätigt er doch damit indirekt, dass Aufklärung und Selberdenken langfristig von »erodierender Wirkung« sind. Ich hoffe, dass er sich zukünftig noch mehr beklagen muss.

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