US-Missionare fördern Schwulenhetze in Uganda


In Nigeria droht Schwulen und Lesben, die sich öffentlich küssen, das Gefängnis. In Uganda wird sogar über die Todesstrafe für Homosexuelle diskutiert. Hinter der Hetz-Kampagne sollen auch Missionare aus den USA stecken.

Deutsche Welle

„Wir sind die Opfer der Evangelikalen, und zwar täglich“, sagt der lesbische Transsexuelle Victor Mukasa. In einem Konferenzraum der National Cathedral in Washington, D.C., berichtet er von Erlebnissen in seinem Heimatland Uganda. Der 37-Jährige trägt an diesem Abend ein weißes, mit schwarzer Bordüre verziertes afrikanisches Gewand und eine dazu passende Kopfbedeckung. Vor vielen Jahren haderte Mukasa mit dem Konflikt zwischen seinem Glauben und seiner sexuellen Orientierung. Hilfe suchte er damals in einer Kirche in Uganda. „Ich habe darum gebeten, dass man mich von meiner Homosexualität heilt, und wurde am Ende von den sogenannten ‚Männern Gottes‘ – den Evangelikalen – missbraucht“, erinnert er sich. Bei einer der Veranstaltungen habe er sich nackt ausziehen müssen. Die Priester hätten ihre Hände auf ihn gelegt, auch auf die Genitalien, „um den Geist der Homosexualität zu vertreiben“.