Wenn das ganze Universum nicht das Ganze ist


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Markus Gabriel, der als «jüngster Philosophieprofessor Deutschlands» Schlagzeilen gemacht hat, legt sein erstes «popularphilosophisches» Buch vor. Es verkündet einen «neuen Realismus», der so frei ist, die Welt für inexistent zu erklären.

Von Uwe Justus Wenzel – Neue Zürcher Zeitung

Bedürftig ist auch das Wesen, das sich auf seine Vernünftigkeit einiges zugutehält. Unter seinen Bedürfnissen ist eines aktenkundig, das ebenso sehr dem Intellekt wie dem Instinkt zuzugehören scheint: das «metaphysische Bedürfnis», wie Arthur Schopenhauer es genannt hat. Wenn nicht dies Bedürfnis selbst metaphysisch sein soll, spräche man wohl besser vom «Bedürfnis der Metaphysik» oder – noch weniger missverständlich – von demjenigen «nach Metaphysik». Wer es verspürt, den verlangt danach, zu wissen, was es eigentlich und letztlich mit der Welt im Ganzen und der eigenen Existenz im Besonderen auf sich habe. Wen es überkommt, der will nicht nur etwas wissen, der will sich auch vergewissern: seiner selbst ebenso wie der Wirklichkeit.

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1 Comment

  1. Da kann einer Verlangen haben so viel er will und vom Kindergarten bis ins Altersheim darüber endlos diskutieren. Das Licht von den Grenzen des Universums hat zu uns 13,7 Millarden Jahre gebraucht, wobei die Zeit, wie wir sie kennen, nicht überall so ist. Andere Quellen des Wissens haben wir nicht

    Was heute da draußen ist, wenn überhaupt noch etwas vorhanden ist, das werden wir nie erfahren können und ohne beweisbare Fakten ist alles nur wüste Spekulation

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