Afrika: Glaube im Kinosaal


Priester in Benin: Immer häufiger beschäftigen sich afrikanische Filme mit Glaube und Religion. (Bild: picture alliance / dpa)
Die Handlungen der Filme ähneln sich: Ein schlechter Christ oder Moslem wird im Laufe der Handlung bekehrt und ist zum Schluss ein guter Mensch. Religionskritik war im afrikanischen Kino bisher unerwünscht. Doch das ändert sich derzeit.

Von Katrin GänslerDeutschlandfunk

Schwester Constanze singt. Sie ist die gefeierte Hauptfigur im Film „Und wenn Gott doch nicht existiert…?“, einem neuen Streifen aus der Elfenbeinküste. Die katholische Ordensschwester hat es sich in dem Film zur Aufgabe gemacht, das Leben von Ray Dominque zu ordnen. Der ist ein junger, erfolgreicher und wohlhabender Geschäftsmann, dem aber eines fehlt: echte Liebe. Schwester Constanze will das ändern – auf ihre ganz eigene Art. Dafür schleicht sie sich nachts heimlich aus dem Kloster und versucht, Ray Dominique mit einer attraktiven Frau zu verkuppeln. Genau dafür liebt das Publikum die ungewöhnliche Nonne.

Schwester Constanze, die im von der Schauspielerin Laury Koffi gespielt wird, freut sich über den Jubel ihrer Fans. Nach der öffentlichen Filmvorstellung gibt sie zu: Eine Ordensschwester darzustellen, sei für sie Neuland gewesen:

„Ja, es ist das erste Mal, dass mir eine solche Rolle angeboten wird. Das war viel Arbeit. Gemeinsam mit dem Team haben wir das erarbeitet, was nun im Film zu sehen ist. Aber ich bin auch Comedian und spiele Theater.“

Doch Laury Koffi ist nicht nur für die humorvollen Szenen im Film zuständig, sagt Schauspielkollege Guy Kalou, der die Figur des Ray Dominque spielt und den Film außerdem mitproduziert hat.

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