Die Bilanz des Vatikans ist immer im Defizit


Headquarter des Konzerns.
Headquarter des Konzerns.
Die weltlichen Ideologien haben versagt. Weder Kommunismus noch ­Kapitalismus können den Weg aus der Krise weisen. Gelebtes Christentum aber schon.

Von Papst FranziskusCicero

Dieser Beitrag ist ein Vorabdruck aus dem Buch „Über Himmel und Erde“ von Papst Franziskus, das er noch als Erzbischof von Buenos Aires verfasste

In der immanenten Vorstellung des kommunistischen Systems lähmt alles, was über das Diesseits hinausgeht und eine Hoffnung im Jenseits markiert, die Tätigkeit im Hier. Da es den Menschen lähmt, ist es folglich ein Opium, das ihn konformistisch macht, ihn aushalten lässt und vom Fortschritt abhält. Aber diese Vorstellung ist nicht nur dem kommunistischen System zu eigen. Das kapitalistische System hat ebenfalls seine geistige Perversion: die Religion zähmen zu wollen. Es zähmt sie, damit sie nicht zu sehr stört, es verweltlicht sie. Eine gewisse Transzendenz darf sein, aber nur ein bisschen.

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2 Comments

  1. Wären solche Schaumschläger und Phrasendrescher für ein gesellschaftliches System verantwortlich, es gäbe nur noch Vetternwirtschaft, Korruption und maffiose Strukturen wie in der Vatikanbank. Das Endstadium eines religiösen Gesellschaftssystems mit überzogenem Führerkult gibt es als Beispiel in Nordkorea

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  2. „Die weltlichen Ideologien haben versagt“
    Die Chinesen turnen da aber scheinbar etwas anderes vor. Aber vielleicht sind das ja nur die chinesischen Christen die China so umgekrempeln? Dann könnten sie allerdings ja bald auch als Kapitalisten versagen? Ideologien hin oder her, egal, Hauptsache gelebtes Christentum. (Stimmt´s Franziskus?) 😉

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