Dodo-Thierse in Vaduz: Die Religionen tragen den modernen Staat


thierse_zdfEuropaweit sorgt die Stellung der Kirchen und Religionen in Staaten teils für hitzige Diskussionen. Die Rolle der Religionen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt geht für Wolfgang Thierse hierbei oft verloren, wie er am Mittwochabend bei einem Vortrag in Vaduz ausführte.

Liechtensteiner Vaterland

Während US-Präsident Barack Obama gestern die Bundeshauptstadt Berlin besuchte, hatte auch Vaduz hochrangigen Besuch zu verzeichnen. Amtierender Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse erklärte im Foyer des Vaduzer Saals wieso seiner Ansicht nach Religion und Staat untrennbar sind. Bereits im Jahr 2000 publizierte er dazu seine Schrift «Religion ist keine Privatsache», welche der Veranstaltung auch seinen Namen gab. Auf Einladung des Europäischen Instituts für interkulturelle und interreligiöse Forschung referierte der SPD-Politiker für das europaweite Programm «Religion im Fokus der Öffentlichkeit» des Instituts.

5 Comments

  1. Ich bin überzeugt, die Paläontologen sollten die DNA von Thierse genauer untersuchen. Es handelt sich sicher um ein verschollenes Exemplar des Homo-Religiotis mit hohem Seltenheitswert.

    In Formalin einlegen und wie eine Mumie im Museum ausstellen, natürlich mit Entfernung der Klöten um jede unerlaubte Weitergabe des vererbten Hirninhalts als Verseuchung der menschlichen Gesellschaft ähnlich der Beulenpest zu unterbinden

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  2. @anti3anti

    Schon der aufgeklärte „Alte Fritz“ fand, wenn er Verfolgte aus dem katholischen Europa im protestantischen Preussen aufnahm: Jeder soll nach seiner Façon selig werden.“ ….. 😉

    Der rheinische Poet Heinrich Heine erkannte aber schon im 19. Jahrhundert ein reaktionäres Bündnis zwischen „Thron und Altar“, dessen Entflechtung seit 1919 in der Weimarer Verfassung und damit seit 1949 als Verfassungsauftrag im Paragraf 140 des GG steht. Vielleicht ist Thierse bis zu diesem Auftrag zur Entflechtung von Staat und Kirche noch nicht vorgedrungen?…. 😉

    In Frankreich jedenfalls gilt es seit 1905 und heisst dort Laïzité oder Säkularismus, für den der vormalige Primus der Katholiken Kardinal Jean-Marie Lustiger, bürgerlich Aaron Lustiger, vehement eintrat. 😉

    Seit wann stehen eigentlich die Kirchen bei uns denn nicht mehr leer ….? 😉
    …und.nur „der liebe Gott“ 😉 weiss ob’s „Sakrament “ nicht doch profan Steuerklasse III/V heisst….?
    ;-). 😉

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