Prof. Ulrich Walter: Wissen schafft was – Beten hilft nicht!


Bild: n24.de
Haben Sie schon einmal gebetet? Ich meine, als jemand in Not war und sie keinen anderen Ausweg mehr wussten. Wer hätte das nicht schon einmal getan und gehofft es würde helfen! Hat es geholfen?

Von Ulrich WalterN24

Wahrscheinlich erinnern Sie sich nicht mehr daran. Ist auch egal, denn das Beten hat zumindest ihnen geholfen, die kritische Situation psychisch zu bewältigen. Das ist ein wichtiger Grund warum wir beten, weil es UNS hilft. Aber hilft es auch den anderen, für die wir beten?

Es gibt leider kaum Situationen wo wir wissenschaftlich nachweisen können, ob Gott Einfluss auf unsere Welt ausübt. Aber Beten ist eine solche. Denn wenn Gott allgütig, allwissend und allmächtig ist, dann sollte er uns helfen wenn wir ihn darum inständig bitten. So sagen es jedenfalls die christlichen Kirchen und fordern uns deshalb immer wieder zum Gebet auf. Ob beten tatsächlich hilft lässt sich wissenschaftlich nachweisen. Selbst wenn es nicht in jedem einzelnen Fall funktionieren sollte (weil gewisse Übel Strafe Gottes seien, so die Kirchen), so sollte sich beten doch wenigstens insgesamt irgendwie positiv auswirken. Genau das haben mehrere Mediziner in zwei groß angelegten Blindtest-Studien untersucht und in den angesehenen Fachzeitschriften The Lancet* (Mantra II Studie) im Jahre 2005, und American Heart Journal** (STEP-Studie) im Jahre 2006, veröffentlicht. Sie unterteilten Patienten, die eine Herzkranz-Bypass-Operation erhielten, in drei Gruppen zu jeweils etwa 600 Personen. Außerdem gab es drei Gruppen kirchlich-christlicher Gruppen, die die Namen der Patienten der ersten beiden Gruppen erfuhren und für sie beten sollten, dass sie ohne Komplikationen gesunden sollten. Die Patienten der ersten Gruppe, wurden informiert, dass für sie gebetet würde, die zweite Gruppe, für die gebetet wurde, wurde informiert, dass für sie vielleicht gebetet würde und die dritte Gruppe, für die nicht gebetet wurde, wurde darüber informiert, dass für sie vielleicht gebetet würde.

weiterlesen

2 Comments

  1. Sich systematisch auf die Hilfe des paranoiden Zombie im Himmels verlassen ist kontraproduktiv, da man in der Zeit wichtige Dinge fürs praktische Leben ausführen kann. Die Praxis der Muslimen 5 Mal täglich 30 Minuten beten plus weitere 30 Minuten für Vorbereitungen und An- bzw Rückfahrten sind mit Schuld daran, dass 2 Milliarden Menschen nur 500 – 3500 US$ an BIP/Jahr erwirtschaften beieinem Monatseinkommen von 30 – 200 US$

    Die Lebenserwartung ist ein Indikator für Wohlstand, Sicherheit und medizinische Versorgung. Die Jäger und Sammler der Steinzeit werden 25–35 Jahre alt mit Krankheiten, die heute als Wohlstandsleiden gelten. Zur Zeitenwende steigt dies auf 35–50 Jahre an. Im christlichen Mittelalter wird intensiv gebetet, gesühnt, gefoltert, verbrannt, durch heilige Kriege gemordet, Ablass bezahlt und Kathedralen gebaut, alles um gesund und reich zu werden. Trotzdem löschen in Europa Pest, Cholera, Missernten und heilige Kriege gut 50% der Menschheit aus. Mit heutiger Wissenschaft, Medizin und Pharmazeutik sind die Zahlen wie folgt:

    Lebenszeit Land (Jahr 2010, Männer und Frauen)
    82,7 Jahre Japan—————–67,8 Jahre Russland
    81,8 Jahre Schweiz————–64,6 Jahre Pakistan
    81,4 Jahre Australien———–64,1 Jahre Indien
    79,0 Jahre EU-27, USA———51,2 Jahre Süd Afrika
    73,1 Jahre Saudi Arabien——46,6 Jahre Zimbabwe
    72,2 Jahre Brasilien————-31,0 Jahre Botswana
    72,9 Jahre Türkei

    Versteht der göttliche Zombie die Gebete der Brasilianer und Russen nicht? Fürs Elend der Türken und Pakistanis fehlt Allah die Zeit, er fummelt ständig an den Muschies seiner 72 Jungfrauen rum. Was ist los in Südafrika und Botswana, wo für Erzbischof Maputo Francisco Chimoio HIV infizierte Kondome bei 800 AIDS Toten/Tag das Christentum sichern? Prostitution infiziert 28% der Mädchen mit HIV, nur 4% der Jungen sind betroffen.

    Beten ist Zeitvergeudung, es lindert Ängste aus Unwissen ohne zu helfen. Das allerliebste Jesulein garantiert im heiligen Buch jedem Betenden die Erfüllung seiner Wünsche – bisher ohne Erfolg. Die Bibel hat keine Hinweise zur Verkehrssicherheit, in Elendsländern ist die über 10 Mal schlechter als in der EU und sorgt bei katastrophaler Hygiene und Unterversorgung für den frühen Tod. Depressionen und Ängste gefährden die Gesundheit, eine Studie im British Medical Journal an 70.000 Menschen belegt selbst leichte psychische Probleme lassen die Menschen früher sterben.

    Gefällt mir

  2. Beten ist also in erster Linie eine egoistische Angelegenheit. Es hilft vielleicht dem Beter aber den macht es, ganz im Sinne seiner Glaubensgemeinschaft, dafür auch psychisch abhängig. Wie die Studie zeigt, kann z.B. Fremdbeten, sogar tödlich sein. Der Hinweis auf solche Gefahr sollte, ähnlich wie auf Zigarettenpackungen, auch auf Gebetsbücher aufgedruckt werden. 😉

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.