Franz: „Die Armen gehören der Kirche, nicht der Politik“


Bild: AP
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Volle Gotteshäuser, enthusiastische Gläubige: Jorge Bergoglios Wahl zum Papst hat der katholischen Kirche Argentiniens einen kräftigen Schub verliehen. An Differenzen mit der linksperonistischen Regierung über Themen wie die Pille danach, Armut und Homosexualität hat sich dagegen kaum etwas verändert.

Von Victoria EglauDeutschlandfunk

San José del Talar, eine katholische Kirche in Buenos Aires. Ricardo Aloé ist hier seit sechs Jahren Pfarrer. Zum Priester geweiht wurde er vom damaligen Erzbischof Jorge Bergoglio, dem heutigen Papst Franziskus.

„Franziskus‘ Wahl hat hier in seiner Heimat starke Auswirkungen gehabt. Nicht nur auf die Menschen, die sowieso zur Kirche gingen, sondern auch auf Katholiken, die sich entfernt hatten, und zum Glauben zurückgefunden haben. Diese Menschen fühlen sich bewegt durch alles, was der Papst sagt und uns beibringt.“

In der Kirche San José del Talar befindet sich ein Gnadenbild der Mutter Jesu. Das Original hat seinen Ort in Augsburg – in seiner Zeit als Erzbischof hatte Bergoglio eine Kopie nach Buenos Aires bringen lassen.

„An diesen Wallfahrtsort kommen viele, die sich mit Gott versöhnen wollen, und sich nach vielen Jahren der Kirche wieder annähern. Sie sagen, sie kämen wegen Franziskus zurück.“

Gut besuchte Gotteshäuser und geradezu enthusiastische Katholiken – dass Jorge Bergoglios Wahl zum Papst Argentiniens Kirche einen kräftigen Schub verliehen hat, daran besteht kein Zweifel. Eine weitere Auswirkung: Das Verhältnis der Kirche zur Regierung hat sich, zumindest oberflächlich, verbessert. Unter der amtierenden Präsidentin Cristina Kirchner und ihrem Vorgänger und Ehemann Nestor Kirchner prägten Spannungen die Beziehung zum Klerus. Die Kontakte zu Bergoglio, viele Jahre Vorsitzender der Bischofskonferenz, waren spärlich. Doch seine erste Audienz gewährte der Papst der argentinischen Präsidentin.

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1 Comment

  1. Sagemal der Franz lässt hier Sprüche ab, do legst di nieder.
    „Die Armen gehören der Kirche…!“ ( Aber dann wirklich nur die „Armen im Geiste“.)
    Aus der Politik sollen sich die „Armen“ dieser Welt bitteschön, heraushalten .
    -Franziskus, voll in der Spur der „Nachfolger Petri“.- Darüber kann auch sein schauspielerisches Talent nicht hinwegtäuschen.

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