Naher Osten: Auch Christen aßen kein Schweinefleisch


Bild: kochatelier.de
Muslime und Christen im Nahen Osten haben nach Erkenntnissen des französischen Historikers Bernard Heyberger über Jahrhunderte ähnliche Bräuche und Rituale gepflegt.

religion.ORF.at

„Christen aßen kein Schweinefleisch und Muslime färbten in der Karwoche Eier“, zitiert die deutsche katholische Nachrichtenagentur KNA aus einer Vorlesung Heybergers zur Mittelalter- und Frühneuzeitforschung an der Universität Münster. „Anhänger der verschiedenen Religionen verehrten zuweilen dieselben Heiligen, besuchten dieselben Wallfahrtsorte oder folgten denselben Hochzeits- und Trauerritualen.“ Erst in der Neuzeit hätten die orientalischen Christen ein konfessionelles Bewusstsein entwickelt und sich von den Muslimen abgegrenzt.

„Die konfessionelle Abgrenzung der orientalischen Christen begann im 18. Jahrhundert unter dem Einfluss von Missionaren, die sich am abendländischen Christentum orientierten“, erläuterte Heyberger. Mit der Bildung der Nationalstaaten im Vorderen Orient im 20. Jahrhundert habe die Abgrenzung zugenommen. „Nationalstaaten gerieten in Konkurrenz und bekämpften ethnische, konfessionelle und sprachliche Vielfalt – bis hin zu Völkermorden und ethnischen Reinigungen.“

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2 Comments

  1. Es waren erste Ansätze einer Hygiene

    In Rom leben um 70 n.C. 35.000, Leptis Magna/Libyen 25.000, Pompeji 10.000, Herculaneum 2.000, Caesarea über 5.000 und Jerusalem um 1.000 Einwohner auf 6 Hektar. Abwasser wird selbst im luxeriösen Pompeji nicht entsorgt, in Alexandria der Ptolemäer hat das System zu kleine Rohre.

    Der Müll wird rausgeworfen, stinkende Fäkalien fließen in Gräben. Leiden wie den im Gehirn nistenden Schweinebandwurm sowie Trichinen, Lepra, Typhus und TBC sind üblich. Dazu kommen Pest, Cholera und Hungersnöte durch immer wiederkehrende Naturkatastrophen.

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