US-Diözese Philadelphia: Pensionskassen für Priester leer


Bild: tomshakely.com
Nur ein Zwanzigstel der benötigten 67 Millionen Euro verfügbar

kathweb

Die katholische Erzdiözese Philadelphia ist erneut in Finanznöten: In den Pensionskassen für Geistliche gibt es Erzbischof Charles Chaput zufolge kein Geld mehr, berichtet die deutsche Katholische Nachrichtenagentur KNA unter Berufung auf den US-Pressedienst Catholic World News. Statt der benötigten umgerechnet rund 67 Millionen Euro seien derzeit nur 3,4 Millionen Euro verfügbar. Die Erzdiözese wolle nun die Umlagen der Pfarreien und die Beiträge pensionierter Priester erhöhen, die in Immobilien der Erzdiözese wohnen.

Philadelphia hatte im vergangenen Jahr mehrfach Schlagzeilen wegen finanzieller Schräglagen gemacht. Erzbischof Chaput, der dem Bettelorden der Kapuziner angehört, verkaufte seine Residenz und ein Ferienheim für Priester, um ein Millionendefizit im Diözesanhaushalt auszugleichen. Zudem wurden rund 2.000 Quadratmeter Büroflächen zum Verkauf angeboten. In den Steuerjahren 2010 und 2011 hatte die Erzdiözese allein umgerechnet 9,3 Millionen Euro für Anwaltskosten in Zusammenhang mit Missbrauchsklagen ausgegeben.

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