Griechenland: Kirche ersetzt den Staat


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Direktor der Orthodoxen Akademie von Kreta, Metropolit Amphilochios über die tieferen Gründe der Wirtschaftskrise in Griechenland und kirchliche Hilfsprojekte – Metropolit Arsenios: „Brücken bauen zwischen Griechen und Österreichern“

kathweb

Angesichts der Krise in Griechenland muss die orthodoxe Kirche vor allem bei grundlegenden Sozialleistungen für den Staat einspringen, ohne dabei staatliche Strukturen ersetzen zu können oder zu wollen: Das betonte der Direktor der Orthodoxen Akademie von Kreta (OAK), Metropolit Amphilochios, beim Treffen mit dem Metropoliten von Austria, Arsenios Kardamakis, zum Abschluss der dieswöchigen Journalistenreise zur kirchlichen, politischen und wirtschaftlichen Führung auf Kreta. „Der Lebensweg vieler Griechen in den letzten Jahrzehnten, der leichte Weg zum schnellen Gewinn ohne Opfer, hat die Blase hin zur Krise anwachsen lassen“, so Amphilochios.

Deshalb müsse Griechenland selbstkritisch auf die hausgemachten Fehler der Vergangenheit reflektieren und aus diesen lernen: „Es wurde oft die falsche Politik gemacht, die eine falsche Mentalität, nämlich auf Dauer mehr ausgeben als einnehmen zu können, befördert hat“, kritisierte der orthodoxe Metropolit von der Diözese Kolymbari/Chania, mit 25.000 Gläubigen die größte des Landes.

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