Brandenburg: Diakonie drückt Löhne


Das Diakonische Werk Elbe-Elster will die Kosten für die Schulbusse zu den evangelischen Schulen drastisch senken. Ab August soll für die bisher in Minijobs arbeitenden Fahrer nur noch eine Ehrenamtspauschale gezahlt werden, sagte der Vorstandsvorsitzende Stefan Branig. Dadurch sollen 20 000 Euro pro Jahr eingespart werden.

ND

Hintergrund seien die Ende 2011 beschlossenen Kürzungen der staatlichen Zuschüsse für freie Schulen in Brandenburg, sagte Branig. Von 2013 bis 2015 müssten in den Grundschulen in Tröbitz, Trebbus, Jüterbog und Finsterwalde sowie in der Oberschule und im Gymnasium Doberlug-Kirchhain rund 336 000 Euro Zuschusskürzungen bewältigt werden. Da die steuerfreie Pauschale von 720 Euro nur für Tätigkeiten von jährlich bis zu 550 Stunden gewährt werden dürfe, könnten die Fahrer je nach Strecke nur noch drei bis sechs Monate im Jahr eingesetzt werden, erklärte Branig. Derzeit werde ein Stundenlohn von drei Euro gezahlt. Die Pauschale liege deutlich darunter.

Die sechs genannten Schulen werden von rund 1000 Kindern und Jugendlichen besucht. Rund 370 von ihnen seien auf den Fahrdienst angewiesen, weil der öffentliche Nahverkehr auf die staatlichen Schulen ausgerichtet sei und die freien Schulen nicht berücksichtige, erklärte Branig.